Neue Kurse

Corona und Sport

pm. Es ist nicht einfach mit Corona und Gesundheitssport. Die Jüngeren drängen schnell wieder zu ihrem Sport zurück. Doch gerade im Gesundheitssport geht dies nicht so einfach. Die Risikogruppen sind besonders oft im Gesundheitssport vertreten. Frank J. Rödel, Pressesprecher beim TSV Jesingen, sagt dazu: „Hier gilt es besonders die Hygiene-Konzepte auch auf einem für diese Gruppe akzeptablen Weg abzustimmen. Bei Verlegungen in andere Räumlichkeiten ist zusätzlich zu prüfen, ob Hürden und Barrieren die Nutzung für Senioren nicht unmöglich machen. Oft ist es für die Anbieter schwierig, Räume zu finden für die bisherige Anzahl der Teilnehmer, da ausgebuchte Kurse nicht mehr in die Raumanforderungen der Landesverordnung Corona Sport passen. Auch das Ausweichen nach draußen war in den letzten Wochen nicht für jeden machbar. Die Idee, Yoga im Freien anzubieten, kann für manchen Allergiker schon ein No-Go sein.“

Aber was ist, wenn die Temperaturen fallen? „Hier gilt es immer kreative Lösungen zu finden. Ein Standard für alle kann und wird es nicht geben. Auch werden von oben keine Alternativen vorgegeben. Lösungen werden immer individuell sein. Und was bei dem einem Anbieter ganz einfach ist, wird den anderen Sportverein vor große Schwierigkeiten stellen“, prophezeit Rödel.

Ein Anlaufpunkt für die Verantwortlichen werde laut Rödel sicher die Kommune sein, und die eine oder andere Gemeinde habe seines Wissens schon geprüft, ob verlängerte Öffnungszeiten möglich sind und somit Sportgruppen geteilt werden können, die nach der Landesverordnung zu groß sind. Auch schlummern mancherorts noch nicht mehr genutzte Räumlichkeiten für kleine Gruppen. „Aber die Entscheidung, ob Teilnehmer zu einem Kurs gehen, obliegt jedem Einzelnen selbst“, so Rödel, der sich wie alle anderen Aktiven, Funktionäre und SportlerInnen im Verein wünscht, das Corona bald kein Thema beim Vereinssport mehr sein wird.

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