Ortsvorstellung Bissingen

Bissingen an der Teck - 1250 Jahre Geschichte

Von Kreisarchivar und Herausgeber Manfred Waßner

Am kommenden Samstag, 20. Juli, wird das Buch bei der
Bissinger „Jubiläumsshow“ im Festzelt beim Sportgelände
präsentiert.

pm. Am 1. Oktober 769, vor 1250 Jahren, begann mit einer Urkunde für das Kloster Lorsch die schriftlich überlieferte Geschichte von Bissingen, die voller Besonderheiten und Rätsel steckt. Die Gemeinde zwischen Teck und Breitenstein feiert das Jubiläum auch mit der Herausgabe eines neuen Buches zur Ortsgeschichte, das nach dem Heimatbuch von Manfred Keller von 1952 und dessen von Alfred Hub ergänzter Neuauflage von 1972 die dritte Darstellung seiner Geschichte ist und auch dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren aus der Gemeinde präsentiert werden kann.

Wie alt ist der Bissinger See? Wieviel Keltern gab es in Bissingen? Warum hatte das Dorf im Mittelalter zwei Kirchen? Wo lag der verschwundene Weiler Kinne? Was hat der Heilige Cyriacus mit Bissingen zu tun? Und wer saß auf der Bissinger Burg im Pfarrgarten?

Das sind nur einige der kleinen und großen Fragen und Rätsel aus der reichen Geschichte Bissingens, denen im neuen Buch „Bissingen an der Teck - 1250 Jahre Geschichte“ nachgespürt wird. Von der Zeit der Alemannen bis zum Beginn des dritten Jahrtausends spannt sich der historische Bogen, den das Buch schlägt. Dabei setzt es Schwerpunkte in Bereichen, die in den älteren Heimatbüchern weniger im Mittelpunkt standen. Dazu zählen die Archäologie mit dem überraschenden Fund eines frühmittelalterlichen Kriegergrabes vor wenigen Jahren mitten in Bissingen; die Bauforschung, die sich bekannten und versteckten Kleinoden unter den Häusern und Gebäuden zuwendet und dabei überraschende Entdeckungen macht; die historische Forschung, die durch eine umfassende Neubewertung historischer Quellen beispielsweise die vergessene Rolle des Klosters St. Peter für das Dorf beleuchtet und schließlich auch das wechselvolle 20. Jahrhundert mit seinen guten und schlechten Zeiten in den Blick nimmt und dazu auch Zeitzeugen zu Wort kommen lässt.

Eine Autorin und fünf Autoren haben ihre Fragen an die Bissinger Geschichte gestellt und aus der Fülle des Materials wichtige Wegmarken und Stationen ausgewählt: die Archäologin Dr. Dorothee Brenner, der Bauforscher Tilmann Marstaller, der Journalist Richard Umstadt und die Historiker Dr. Joachim Brüser, Dr. Steffen Seischab und Manfred Waßner haben ein rund 350 Seiten umfassendes, reich illustriertes Buch geschaffen, das neben vielen neuen Fakten auch zahlreiche neue und bislang unbekannte Bilder zu Bissingens Geschichte präsentieren kann. Aus Archiven von Karlsruhe bis Wien stammen die Vorlagen und nicht zuletzt aus dem Gemeindearchiv im Rathaus und aus der Bissinger Bildsammlung, die von Heinz Wagner aus dem Dorf zusammengetragen wurde; ihr soll noch im Jubiläumsjahr ein zusätzlicher eigener Band gewidmet werden.

Das von der Kirchheimer Druckerei GO Druck Media gestaltete und gedruckte Buch möchte die Geschichte Bissingens im Jubiläumsjahr 2019 so ansprechend präsentieren, dass Neugierde und Interesse an der reichen Überlieferung und an den vielen Besonderheiten der Bissinger Geschichte geweckt werden. Deshalb bietet es neben vielen Antworten und neuen Erkenntnissen auch zahlreiche Anknüpfungspunkte, um die Fäden weiterzuspinnen und eigene Fragen an die Geschichte zu stellen: in Vereins- und Gebäudegeschichten, in Familienchroniken, Festschriften und thematischen Dokumentationen.

Am kommenden Samstag, 20. Juli, wird das Buch bei der Bissinger „Jubiläumsshow“ im Festzelt beim Sportgelände präsentiert (Verkaufspreis 28 Euro).

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