Ortsvorstellung Neidlingen

OV Neidlingen Ein Tag in Neidlingen

Blick von überhalb Naturdenkmal Weiße Wand, Heimenstein in Richtung Reußenstein und Neidlingen Schwäbische Alb

TB. Neidlingen ist eine zum Biosphärengebiet zählende selbstständige, ländlich geprägte Gemeinde, mit seinen Sehenswürdigkeiten Reußenstein mit Kletterfels, Wasserfall, Pfarrscheuer und Kirche, Rathausuhr und Kugelmühle unmittelbar gelegen am Albtrauf der Schwäbischen Alb. Die Markung wird von 30 000 Streuobstbäumen, meist Kirschen und deren Blüte, Ernte, Brand und Verkostung geprägt. Damit diese einzigartige Kulturlandschaft auch in Zukunft erhalten bleibt, wird kräftig investiert. Aber auch für Familien und ältere Mitbürger wird passender Platz geschaffen, wie die folgenden Seiten zeigen. Nachdem die Sanierung der Bundesstraße von Weilheim nach Neidlingen abgeschlossen ist, lädt die Reußensteingemeinde - ohne Umwege fahren zu müssen - wieder zum Wandern, Entdecken und Genießen ein. „Naherholungssuchenden bietet unsere Gemeinde und Umgebung vielfältigste Möglichkeiten, sich in idyllischer Landschaft zu bewegen“, verspricht Bürgermeister Klaus Däschler. Und ab 28. Juli lädt der TV Neidlingen zu spannenden Spielen und tollem Rahmenprogramm beim Teckbotenpokal unterm Reußenstein ein. Wir haben Neidlingen vorab wieder einen Besuch abgestattet. Herausgekommen ist das Format „Ein Tag in Neidlingen.“

Austrägerin Sabine Nagrodzki und Hündin Pia

2 Uhr Aufstehen für Sabine und Pia

Jeden Tag, wenn der Wecker kurz vor zwei in der Früh klingelt, beginnt für Sabine Nagrodzki ein neues „Abenteuer“ mit ihrer Labrador-Hündin. „Manchmal hat mein Labbi Pia noch gar keine Lust, so früh schon arbeiten zu gehen. Doch mit etwas gutem Zureden ist sie dann aber schnell mit dabei“, erzählt die Frühaufsteherin aus Neidlingen. Nachdem die Vorbereitungen an der Abladestelle abgeschlossen sind, beginnt ihre Tour kurz nach zwei. Je nach Wochentag sind nun 68 bis 74 Tageszeitungen und regelmäßig Prospekte an die Frau und den Mann zu bringen. „Dabei haben wir allerlei Begegnungen, welche man tagsüber so sicher nicht hat. In der Stille der Nacht sind oft Geräusche von Tieren aus dem nahen Wald, den Wiesen und Feldern zu hören. Aber nicht nur aus der Ferne, auch in Neidlingen begegnen wir vielen Wildtieren auch hautnah auf der Tour. Da läuft mal ein Dachs voraus, ein Waschbär huscht in ein Abwasserrohr, ein Fuchs streift durch die menschenleeren Straßen, und im Licht der Stirnlampe sind oft leuchtende Augen in gewissem Abstand zu sehen.“ Menschen begegnen sie dagegen sehr selten. Dafür ist es wohl doch noch zu früh. „Nach 70 Minuten ist unser Abenteuer dann auch schon wieder vorbei. Zu Hause wartet dann noch der Morgenkaffee auf mich und ein gutes Frühstück auf Pia.“

Frauenfrühstück
dav

9.30 Uhr Vitaminreiches Frauenfrühstück

Einmal im Jahr, im März, findet das Frauenfrühstück der evangelischen Kirchengemeinde in der Pfarrscheuer statt. Es bietet für Frauen die Gelegenheit, mit anderen Frauen unterschiedlichen Alters zusammenzukommen, in gemütlicher Runde zu frühstücken, geistliche Impulse zu erhalten, über interessante Themen nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. So auch in diesem Jahr, in dem sich alles um das Thema „Vitamine“ drehte: Nach einem Gebet wurde ein wahrer Vitamin-Cocktail in Form von selbst gemachten Smoothies gereicht. Gastrednerin Ursula Tiederle aus Dettingen berichtete in ihrem Vortrag über eine außergewöhnliche Vitaminkur: Zur Einführung erklärte sie, dass man seinen Vitaminbedarf über unsere Nahrung sehr gut decken kann. Viel Bewegung, ausreichend Schlaf, Wasseranwendungen und soziale Kontakte - am besten mit lustigen, positiven Menschen - tue darüber hinaus dem körperlichen Wohlbefinden gut und halte gesund, erklärte die Referentin. Doch welche Vitamine brauchen Seele und Geist? Hier stellte Tiederle vier Vitamine vor: Vitamin B - wie Bibel lesen oder Beten; Vitamin C - wie Christus; Vitamin L - wie Liebe und Vitamin V - wie Verzeihen oder Vergebung. Fazit: Körper, Geist und Seele sind für die Gesundheit wichtig. Das nächste Frauenfrühstück findet übrigens am 14. März 2020 statt: Dann wird Silke Stöppler aus Esslingen zum Thema „CREDO (Glaubensbekenntnis) - glaubst du‘s nur oder erlebst du‘s schon?“ referieren.

Musikverein

9.45 Uhr Altpapiersammlung des Musikvereins

Zur Altpapiersammlung trafen sich vom Musikverein 25 sogenannte Läufer, die von fünf Fahrzeugen begleitet wurden. Sechs Neidlinger Vereine führen die monatliche Sammlung unterm Reußenstein durch. Nach getaner Arbeit freuen sich die Teilnehmer dann immer auf ein gemeinsames leckeres Vesper. Das gesammelte Altpapier wird dann auf zwei Container verteilt. Weil es sich widerspenstig gibt, wird mit dem Bagger nachgeholfen. Übrigens: Vom Neidlinger Musikverein gibt es Erfreuliches zu berichten, denn die Jugendkapelle unter der Leitung von Bianca Böpple ist mit nun aktuell 19 Jugendlichen stark angewachsen. Insgesamt 37 Musikerinnen und Musiker proben immer donnerstags um 20 Uhr in der Reußensteinhalle unter der Leitung von Dirigent Frank Zuber - und das seit 17 Jahren: „Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Vorsitzende Claudia Bayer. Nach dem Frühlingsfest im Tausend-Mann-Zelt Mitte April mit der „Boiz Bänd“, der Föhrenberger Blasmusik, dem Musikverein Nabern und dem Lindach Quartett steht als nächstes Highlight das Straßenfest am 30. Juni unter den Linden in der Kirchstraße an. Weitere Infos auch für Interessierte unter www.musikverein-neidlingen.de.

Platz zukünftiger Wohnanlage

10 Uhr Besichtigung Platz zukünftiger Wohnanlage

Wenn es in Neidlingen einen zentralen Ort gibt, dann neben Wirtschaft und Supermarkt, neben der Bushaltestelle, beim Bankomat, der digitalen Rezeptsammelstelle und am Schulweg: Ortstermin mit Bürgermeister Däschler und den Neidlinger Architekten Ann-Kathrin und Vater Gerhard Stolz: Hier an der Weilheimer Straße 3 und Mühlstraße 1 entsteht in den nächsten Jahren ein Wohnkomplex mit dreizehn Wohneinheiten auf rund 800 Quadratmeter Wohnfläche für die Generation „60 plus“ - barrierefreies Wohnen an zentraler Stelle. Die Gemeinde baut zusammen mit einem Investor. Im Zuge der Nachhaltigkeit werden die Wohnungen dann vermietet und nicht verkauft, um etwaige Erbstreitigkeiten schon im Voraus auszuschließen. „Wir sprechen hier von einer Investition in einer Größenordnung von zwei Millionen Euro“, erklärt Däschler und bestätigt, dass es eine dementsprechende Nachfrage am Ort gebe: „Der Bedarf ist da, jetzt müssen wir handeln.“ Auch der Mietzins solle einmal im Rahmen bleiben. Ziel ist es, den Wohnwert für ältere Menschen am Ort zu erhöhen. „Es werden Wohnungen zwischen 48 und 100 Quadratmetern entstehen, für Einzelpersonen oder Ehepaare“, erklärt Gerhard Stolz. Es wird einen Aufzug und eine Tiefgarage geben. Im Erdgeschoss entsteht ein großzügiges „Mehrgenerationen-Café“ zur Straße hin, um Besucher zu empfangen. Gleichzeitig dient das Café als Raum für Veranstaltungen. „Hier entsteht also kein betreutes Wohnen oder Pflegeheim, sondern ein Wohnkomplex mit Extras und barrierefreien Wohnungen, die auch einmal für Rollstuhl oder Rollator geeignet sein werden“, so Ann-Kathrin Stolz. „Hier können die zukünftigen Bewohner dann auch mal nur aus dem Fenster schauen und bekommen aufgrund der zentralen Lage alles Wichtige am Ort mit“, ergänzt Däschler einen wichtigen sozialen Aspekt.

Schafe scheren

10.30 Uhr Schafe scheren im Akkord mit Rock

Rund 800 Mutterschafe nennt die Burkhardt GbR ihr Eigentum. Der Hof mit den Stallungen befindet sich am Ortseingang von Weilheim kommend. In einem der Ställe herrscht heute Hochbetrieb, denn die Schafscherer sind da: Schafe, die Lämmer bekommen haben sind bereits seit November im Stall, die anderen kamen zeitnah zurück von den Weiden - und jetzt werden sie geschoren - im Akkord und an einem Tag - bei begleitender sanfter Rock-Musik. „Die professionellen Schafscherer schaffen 500 Tiere an einem Tag“, erklärt Karl Burkhardt. „Rund drei Kilo Merino-Wolle sei der Ertrag eines Schafes.“

Angesichts tiefer Weltmarktpreise für Wolle sei das aber leider kein einträgliches Geschäft, bedauert Burkhardt, der für seine Herde einen Schäfer beschäftigt. Doch ohne Ehefrau Martina und seine beiden Söhne mit Schwiegertöchtern, die auch heute tatkräftig mithelfen, sei das Thema Schafhaltung nicht zu bewerkstelligen. Im Herbst und im Frühjahr werden die Schafe geschoren, nach ein, zwei Wochen dürfen sie dann wieder den Stall verlassen. Zum Hof gehören momentan auch 17 Rinder, 35 Ziegen, ein paar Dutzend Hühner und eine Brennerei.

Dankbar ist Burkhardt dafür, dass er bei seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Leiter des Bauhofs flexible Arbeitszeiten habe, um Landwirtschaft und Beruf bei solchen Terminen unter einen Hut zu bekommen.

Spielwarengeschäft Holder

11 Uhr Doris Holder und die Windräder

Die Windräder sind ein Blickfang vor dem Holzspielwarengeschäft Holder gegenüber der Neidlinger Kirche. Im Ladengeschäft findet man neben den bunten Windrädern hochwertiges Holzspielzeug für Groß und Klein. In der dazugehörigen Schreinerei entstehen saisonale Dekoartikel aus heimischen Hölzern aber auch das traditionelle Schreinerhandwerk wird seit über 50 Jahren großgeschrieben.

Grundschule Neidlingen

11.15 Uhr Bewegungspause an der Grundschule Neidlingen

Nach der zweiten und nach der vierten Stunde findet für die Schüler der GS Neidlingen eine Bewegungspause auf dem Schulhof statt. Mit großer Begeisterung nutzen die Kinder das neue Klettergerät, das von der Gemeinde Neidlingen finanziert wurde. Die Grundschule Neidlingen zeichnet ein sehr gutes Miteinander von all denjenigen, die am Schulleben beteiligt sind, aus. Vielfältige Projekte und außerschulische Angebote begleiten die Schüler im Laufe des Schuljahres. „Nun freuen wir uns auf die bevorstehende Zirkuswoche mit dem Zirkus Teckolino und anschließendem Schulfest. Für die 62 Kinder mit ihren Lehrerinnen wird dies ein ganz besonderes Projekt“, so Maren Spachmann von der Grundschule Neidlingen.

Wanderung zum Wasserfall

11.30 Uhr Lust am Wandern zum Neidlinger Wasserfall

Die letzte Tour von „Lust am Wandern“ führte Anfang Mai zu den Neidlinger Wasserfällen. Mit dem Bus ging es für die Teilnehmer von Kirchheim nach Neidlingen. Durch blühende Wiesen an der Lindach entlang ging es für die Teilnehmer auf vorwiegend ebener Strecke mit Wanderführerin Sybille Ritter zum Wasserfall, der sich aber eher als Rinnsal präsentierte - eine Folge fehlender Niederschläge. „In Zusammenarbeit der Stadt Kirchheim mit der Ortsgruppe Kirchheim des Schwäbischen Albvereins wandern Menschen ohne und mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen jeden ersten Donnerstag im Monat“, erklärt Dr. Dieter Klein, Vorsitzender des SAV-OG Kirchheim/Teck. „Die ausgewählten Strecken sind maximal acht Kilometer lang und nur mit geringen Steigungen versehen.“ Wandern macht hungrig und so freuten sich alle Teilnehmer auf die anschließende Einkehr im Gasthof „Lamm“, bevor der Bus die Teilnehmer gegen 15 Uhr wieder nach Kirchheim zurückbrachte. Wer erstmals mitwandern möchte, kann sich telefonisch unter 0 70 21/5 02-3 45 bei der Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck anmelden. „Auf der Website www.kirchheimteck.albverein.eu gibt es den Jahresplan aller Wanderungen der Ortsgruppe, eine detaillierte Beschreibung der Touren und viele weitere Hinweise auf den Schwäbischen Albverein“, so Dr. Dieter Klein.

Standesamt

12.30 Uhr Eheschließung im Standesamt

Im Uhrenzimmer des Neidlinger Rathauses fand Anfang März bereits die zweite standesamtliche Eheschließung statt. Neidlingens Standesbeamtin Kristin Däschler hat soeben die Trauung für Bianca und Daniel vollzogen. „Im Rathaus Neidlingen kann man zwischen dem kleinen Trausaal, dem Uhrenzimmer mit bis zu 40 Personen und dem großen Trausaal, der Kelter im Eingangsbereich mit bis zu 85 Personen wählen.“ Den Standesbeamtinnen und dem Bürgermeister ist eine persönliche und individuelle Trauung sehr wichtig.

 

Deshalb nehmen sich jede Standesbeamtin sowie der Bürgermeister nicht nur für die Trauung, sondern auch für die Anmeldung und das Traugespräch viel Zeit. „Für dieses Jahr sind bisher 15 weitere Eheschließungen geplant. Für eine kleine Gemeinde wie Neidlingen ist dies relativ viel“, so Kristin Däschler, die den Frischvermählten jetzt ein Stammbuch überreicht. Danach stößt die Hochzeitsgesellschaft in der geschmückten Kelter, dem Eingangsbereich des Rathauses, mit dem Ehepaar an.

Gemeinschafts-Schuppen-Anlage

14 Uhr Baustelle Schuppen

Hier im Gebiet Braike entsteht gerade eine Gemeinschafts-Schuppen-Anlage. Hier haben Nebenerwerbslandwirte die Möglichkeit, ihre Gerätschaften unterzustellen: Traktoren, Mähgeräte, Leitern, Kisten oder die gemeinschaftliche Obstauflesemaschine zur Pflege ihrer Streuobstwiesen finden dort Platz. Rund 30 000 Bäume umgeben die Gemeinde, die Teil des Biosphärengebietes Schwäbische Alb ist, welches seit zehn Jahren von der UNESCO anerkannt ist. Die Pflege der Bäume bedeutet einen riesigen Aufwand, die die Grundstücksbesitzer in Neidlingen leisten. Ihre Gerätschaften waren seither in zahlreichen Schuppen der alten Bauernhäuser im Ort untergebracht, die aber in Zeiten der Innenverdichtung nach und nach der Wohnbebauung weichen mussten und weichen werden. Die Lösung lag in der Braike mit dem Bau einer Gemeinschafts-Schuppen-Anlage mit 19 Schuppen-Fächern, zwei Gebäuden, Länge 67 und 48 Meter. Errichtet wird die Anlage von einer Bauherrengemeinschaft mit 19 Bauherren. Grund und Boden erwarb die Gemeinde. Darauf bauen die Bauherren auf eigene Kosten. Zunächst gehört der Schuppen der Gemeinde - bis die Leute ihren Schuppen aufgeben: Dann löst die Gemeinde den Betrag ab. Die Bauherren sind (Nebenerwerbs-)Landwirte, die mindestens 1,5 Hektar bewirtschaften. Sprecher der Bauherrengemeinschaft ist Roland Ruoss - hier auf Ortstermin. Vermesser Norbert Vögele erklärt ihm die aktuellen Fortschritte. Ruoss arbeitet hauptberuflich bei der Firma Festool und besitzt 3,5 Hektar Streuobstwiesen. Fünf bis sechs Stunden verbringt er wöchentlich zum Erhalt seiner Bäume: Das Obst wird von Obstsaftereien aufgekauft zu Saft oder bei Sortenreinheit auch zu Secco verarbeitet. Auch wenn es sich finanziell nicht lohne, betreibe man den Aufwand aus Tradition und weil man es gerne mache. Und es sei gut zu wissen, was man selber gerne isst. Im Sommer wird es dann auch ein Richtfest geben, zu dem die Bürger eingeladen sind.

Rosenschnittkurs

14.30 Uhr Rosenschnittkurs bei den Landfrauen

Die Rose wird seit der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnet. Rosen werden seit mehr als 2 000 Jahren als Zierpflanzen gezüchtet. Gärtnerisch wird zwischen Wildrosen und Kulturrosen unterschieden. Sie sind nicht nur schön anzusehen oder dienen als Liebesbeweis, nein, sie duften auch so herrlich. Aber die Sträucher lassen mit den Jahren an Blühwilligkeit und Vitalität nach - sie vergreisen. Ein Frühjahrsschnitt wirke dann wie eine Verjüngungskur, zeigte Manfred Dietz, Gärtnermeister aus Dettingen den Neidlingen Landfrauen. Durch das Schneiden der Rosen werden die sogenannten Augen angeregt, kräftig auszutreiben. Je stärker der Rückschnitt ist, desto kräftiger treibt die Rose neu durch. Auch bei diesem Kurs konnten die Landfrauen ihr Wissen erweitern, dennoch sind sie aus Erfahrung nicht nur mit der Materie des Verschönerns der Neidlinger Gärten betraut. Die Pflege und Erhaltung von Tradition und Brauchtum sind neben vielfältigen Fachvorträgen zu Themen wie Gesundheit, Ernährung, Literatur und Psychologie ein wichtiger Bestandteil der Landfrauenarbeit. Bei Besichtigungen und Besuchen unterschiedlichster Betriebe, Einrichtungen und Ausstellungen kommt der Blick für andere Strukturen nicht zu kurz. Abgerundet wird die umfangreiche Bildungsarbeit durch eine Gymnastikgruppe. Seit 50 Jahren gibt es die Landfrauen unterm Reußenstein. Damit zählt Neidlingen zu den ältesten Ortsvereinen im Landkreis.

Bei Interesse sind Anfragen oder Besuche jederzeit unter Telefonnummer 0 70 23/7 10 27 ganz zwanglos möglich.

 

 

 

 

Im Gewann Schießhütte sind Bauplätze geplant

 

 

 

 

15 Uhr Neubaugebiet im Gewann Schießhütte

Eingebettet zwischen Streuobstwiesen: Hier im Gewann Schießhütte sollen in den nächsten Jahren auf 35 Bauplätzen Familien ihre Zukunft planen können. Bürgermeister Däschler ist zuversichtlich, dass der Bebauungsplan zeitnah entwickelt werden kann. Mit Blick auf Limburg, Reußenstein und das unterhalb liegende Zentrum der Gemeinde sollen Bauplätze zwischen 480 und 680 Quadratmeter entstehen, die dann auch einen Garten haben, der diesem Namen gerecht wird - geplant für junge Familien aus dem Ort und um junge Familie am Ort zu binden. „Dieses Gebiet hier und in den Haldenwiesen mit weiteren acht Bauplätzen werde auf viele Jahre hinweg das letzte Bebauungsgebiet in Neidlingen sein, betont Däschler, da hier ringsherum Schutzgebiete sind. „Deshalb werden wir verstärkt nach alten Häusern im Ort schauen - was man aufkaufen kann, um diese Flächen neu zu nutzen“, so Däschler zur Innenverdichtung.

Oldtimerfreunde

16 Uhr Oldtimerfreunde

Gegründet wurde der Verein der „Oldtimerfreunde Neidlingen“ im Jahr 2003 mit 30 Gründungsmitglieder. Für den Fototermin treffen wir uns mit einigen in der Kirchstraße. Fürs Foto haben sie ihre Vorzeigeobjekte mitgebracht: „Wir treffen uns regelmäßig zu Ausfahrten entweder an den Schuppen oder der Reußensteinhalle, wenn in der Umgebung ein Oldtimertreffen veranstaltet wird wie beispielsweise in Römerstein-Donnstetten“, erklärt der Erste Vorsitzende Rainer Spengler.

Die Abschleppstange habe man zur Sicherheit immer dabei, da die Fahrzeuge zwar von ihren Besitzern liebevoll gepflegt werden und top in Schuss sind, aber auch nicht mehr die Jüngsten sind. Neben den Besuchen von Oldtimer-Meetings stehen auch Rundfahrten auf dem Programm: „Wir haben auch schon mit 60 Schleppern eine Rundfahrt auf der Panzerstraße des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Münsingen gemacht - mit Sondergenehmigung“, so Spengler. Die Mitglieder besitzen Fahrzeuge, die teilweise noch ihren Dienst auf den Streuobstwiesen verrichten. Aber auch ein rotes Goggomobil, ein Kleinstwagen der ehemaligen Hans Glas GmbH aus Dingolfing, das von 1955 bis 1969 in verschiedenen Versionen hergestellt wurde, gehöre zum Verein. Diese hier in Szene gesetzte Coupé-Variante, ein Zweisitzer mit zwei zusätzlichen Notsitzen und Panorama-Heckscheibe lief von 1957 bis 1969 vom Band und fuhr zuletzt in Wiesensteig, bevor sie vor zwei Jahren den Besitzer wechselte und bei den Oldtimerfreunden fährt. Ein Fahrzeug oder Oldtimer ist keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft: „Wir sind kein reiner Traktorenverein und planen fünf bis sechs Ausfahrten im Jahr“, so Rainer Spengler. Aktuell habe man 45 Mitglieder plus Familienangehörige. Für Interessierte: Die Mitglieder treffen sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 20 Uhr in ihrem privaten Vereinsraum in der Mühlstraße. Und schon jetzt freue man sich auf das große Fest am 25. August beim Wasserfall: Rund 300 Fahrzeuge werden 2019 erwartet.

Aussicht

16.30 Uhr Ausblick mit dem Albverein Neidlingen

Die Neidlinger Vereine haben sich zum 125-jährigen Gründungsjubiläum der Neidlinger Albvereinsortsgruppe etwas Besonderes einfallen lassen: Sie unterstützten die Albvereinler finanziell bei der Beschaffung einer Sitzbank und übergaben diese anlässlich des Festaktes am 13. Oktober letzten Jahres an die Vereinsoberen. Nun wurde die Bank mit maßgeblicher Unterstützung des Bauhofs der Gemeinde Neidlingen am Knaupenwasen oberhalb vom Schützenhaus aufgestellt. Nachdem das Fundament per Bagger ausgehoben war, wurde das Stahlgestell mit Beton fixiert. Abschließend wurde die ‚Albliege‘ montiert und von der Vorstandschaft Renate Hitzer und Dietmar Brendel eingeweiht. Allen Passanten oder Wanderern bietet die ergonomisch geschwungene Bank Gelegenheit, sich auszuruhen und dabei den Blick über das weite Neidlinger Tal schweifen zu lassen.

Das Jahresprogramm der Neidlinger Albvereinsortsgruppe bietet Unternehmungen in der näheren, aber auch der weiteren Umgebung an: Am 12. Mai lädt der Ehrenvertrauensmann Hans Schumann zu einer Frühwanderung ins Neidlinger Tal mit anschließender Einkehr beim Pfarrgartenfest ein. Vom 31. Mai bis zum 9. Juni geht es zum Wandern ins italienische Friaul. Am 16. Juni wandern Frühaufsteher zur Hindenburghütte und genießen dort ein schmackhaftes Frühstück. Zu dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

 

 

 

 

Gleitschirmfliegen

 

 

 

 

17 Uhr Gleitschirmfliegen mit dem DGCW-Neidlingen

Endlich Feierabend, am Himmel stehen schon den ganzen Nachmittag die schönsten „Schäfchenwolken“. Diese versprechen gute Thermik, und die hat der Gleitschirmflieger am liebsten. Jetzt schnell noch an den Startplatz in Neidlingen. Vom Wanderparkplatz ist die Startschneise nach kurzem Fußmarsch erreicht. Am Startplatz kommt ein schöner Wind von vorn, ein paar Fliegerkollegen sind bereits in der Luft. Jetzt noch kurz den Schirm ausgebreitet, die Leinen sortiert, und ab geht es in die Luft. Vor dem Startplatz rechts, da steht der sogenannte Hausbart, das heißt, hier geht‘s meistens hoch. Und auch heute zeigt das Fluginstrument durch einen Piepton Steigen an. Ein paar Kreise später hat der Gleitschirmflieger den Startplatz einige hundert Meter überhöht und kann die Aussicht auf Neidlingen und die Albvorlandschaft genießen. Vor einigen Jahren musste man als Gleitschirmflieger noch die weite Fahrt ins Allgäu machen, wollte man seinem Hobby frönen. Dies ist mittlerweile, dank der Gemeinde Neidlingen, anders geworden. Ein Startplatz in der Region ermöglicht auch noch Flüge nach Feierabend. So haben die Gleitschirmflieger in Neidlingen ideale Bedingungen für ihr lautloses und umweltfreundliches Hobby gefunden. Die gute Thermik in Neidlingen und auf der Schwäbischen Alb ermöglichte bereits Streckenflüge von über hundert Kilometern bis nach Ingolstadt.

Posaunenchor

17.30 Uhr Probenwochenende des Posaunenchors

Im evangelischen Posaunenchor Neidlingen spielen regelmäßig 20 bis 25 Bläserinnen und Bläser bei Gottesdiensten, Festen oder auch bei Geburtstagsständchen zu runden Geburtstagen von Jubilarinnen und Jubilaren ab dem 75. Geburtstag - eine Neidlinger Besonderheit. Die Konfession der Geburtstagskinder ist dabei nicht wichtig. Der Chor hat Mitglieder vom Konfirmandenalter bis über 70. Im Jahr 2014 konnte der Neidlinger Posaunenchor mit einem sehr anspruchsvollen Konzertprogramm sein 90-jähriges Bestehen feiern. Gemeinsame Freizeiten, eine jährliche Waldweihnacht oder das Musizieren bei der Kirche im Grünen auf dem Reußenstein gehören zum gut gefüllten Jahresprogramm.“

 

 

 

 

Feuerwehr

 

 

 

 

19 Uhr Stabwechsel bei der Feuerwehr

Nach zehn Jahren stellte Neidlingens Kommandant Thomas Kuch bei der Hauptversammlung Mitte Februar im Gemeinschaftsraum des Feuerwehrhauses sein Amt zur Verfügung und dankte für die gute Zusammenarbeit. Als Nachfolger wurde einstimmig Jochen Schmid zum neuen Kommandanten unterm Reußenstein gewählt. Die offizielle Einsetzung war am 27.April 2019 erfolgt. Die Freiwillige Feuerwehr Neidlingen ist aktuell 31 Mann stark, während die Altersgruppe aus sechs Kameraden besteht. Zu insgesamt fünf Alarmierungen mussten die Neidlinger im letzten Jahr ausrücken, davon dreimal zu einer „Hilfeleistung“ - einer Ölspur - und zweimal bei Bränden. Bürgermeister Däschler griff in seinem Grußwort besonders den Schwelbrand in der Kelterstraße hervor: Durch das schnelle Eingreifen sei Schlimmeres verhindert worden. Es hätte auch ganz anders ausgehen können. Kommandant Kuch bewertete als positiv, dass es im vergangenen Jahr weniger falsche Alarmierungen gab. Er berichtete über die sehr interessante Übung am Wasserfall und auch die Hauptübung an der Alten Schule wurde wieder von vielen interessierten Zuschauern verfolgt.

Jugendwart Jochen Hepperle berichtete wieder über ein aktives vergangenes Jahr mit unterschiedlichen Übungen. Diese bestanden aus feuerwehrtechnischen Ausbildungen und freizeitliche Aktivitäten wie Fußballturnier, Schwimmen, gemeinsames Kochen und vielem mehr. Außerdem hat die junge Truppe die „Leistungsspange“ erfolgreich absolviert. Die Leistungspanne ist die größte Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus neun Jugendlichen. Schriftführerin Andrea Fiedler erinnerte bei der Hauptversammlung an verschiedene sonstige Aktivitäten, wie das Eisstockschießen, Ski- und Sommerausflug, Betriebsbesichtigung bei Magirus in Ulm, Bachwanderung im Sommerferienprogramm oder die traditionelle Teilnahme am Zwetschgenmarkt. Wer sich gerne bei der Feuerwehr einbringen will, schickt eine E-Mail an feuerwehr@neidlingen.de.

Vorbereitungen für das Teckbotenpokalturnier

19.30 Uhr Vorbereitungen für Teckbotenpokalturnier

Sechs Wochen vor Beginn des Teckbotenpokals sind die Verantwortlichen des ausrichtenden TV Neidlingen sehr zuversichtlich. Damit bei der 56. Auflage des Teckbotenpokalturniers, das vom 28. Juli bis 4. August im Lindachtal gastiert, alles glatt läuft, haben die TVN-Macher nichts dem Zufall überlassen. Das Rahmenprogramm steht und die Zuschauer werden jedes der insgesamt 51 Turnierspiele bequem verfolgen können. Auf dem Nebenplatz wird eine mobile Tribüne aufgestellt. Wer nicht live dabei sein kann, wird mit einem eigens eingerichteten Ergebnisdienst via Whatsapp versorgt. Der Wohlfühlfaktor wird großgeschrieben unterm Reußenstein, wo zum vierten Mal seit Umstellung auf den einwöchigen Turniermodus im Jahr 1996 der Teckbotenpokal ausgespielt wird. „Wir setzen auf den familiären Charakter und haben einige Überraschungen für unsere Gäste“, verrät Marlon Lamour aus dem 16-köpfigen Organisationsteam, das hier im Vereinsheim regelmäßig tagt. Nahezu der gesamte Ort und alle ansässigen Vereine packen mit an, damit die „Road to Neidlingen“, wie der TVN alle Meilensteine bis zum ersten Anpfiff bezeichnet ein voller Erfolg wird. Einer der Meilensteine ist die Auslosung der sechs Vorrundengruppen, die auf Freitag, 14. Juni, terminiert ist. Dann werden die 24 teilnehmenden Teams um Titelverteidiger und Rekordturniersieger TSV Weilheim wissen, wann sie gegen wen antreten müssen.

Bruddler-Stammtisch

20 Uhr Der Bruddler-Stammtisch

Wohl nur im Schwäbischen gibt es Sprüche wie etwa „Ned gschompfa isch globt gnuag!“, der doch einiges darüber aussagt, wie der gemeine Schwabe tickt: Und wohl nur in Neidlingen gibt es deshalb einen sogenannten „Bruddler-Stammtisch“ der zwei Mal im Jahr entweder im Lamm oder im Vereinsheim des TV Neidlingen von Bürgermeister Klaus Däschler angeboten wird, der auch die Idee dazu hatte. In anderen Gemeinden gibt es Stammtische oder Treffen mit Gewerbetreibenden und Gemeindevertretern - so auch in Neidlingen: Der nächste Stammtisch als Angebot für Gewerbetreibende findet am 1. Juli um 20 Uhr im Vereinsheim statt. Auch für die örtlichen Vereine hat man auf diese Art und Weise ein offenes Ohr. Erst am Anfang dieser Woche fand der Stammtisch für Vereine statt. Doch was es so in dieser Art nirgendswo anders gibt ist der „Bruddler-Stammtisch“. „Wir wollten einfach eine Möglichkeit für Bürger schaffen, die dann eben nicht den Weg ins Rathaus finden oder auch finden wollen, in ungezwungener lockerer Atmosphäre bei einem Bier oder Viertele ihr Anliegen loszuwerden, ihre Fragen zu stellen oder einfach mal zu bruddeln“, erklärt Initiator Däschler, der immer ein offenes Ohr für Sorgen und Ängste der Neidlinger hat. Dass man sich beim „Bruddler-Stammtisch“ natürlich auch einmal lobend über die Arbeit der Gemeinde äußern darf, ist nicht verboten, aber immer daran denken: „Ned gschompfa isch globt gnuag!“ In diesem Sinne bis zum nächsten Stammtisch am Montagabend, 16. September, ab 20 Uhr im Gasthaus Lamm.