Ortsvorstellung Weilheim

Mammutaufgaben gut gemeistert

Festausschuß, Stadtjubiläum, Stadt Weilheim, 1250 Jahre
Bereits 15 Mal traf sich der Festausschuss. Mit dabei sind unter anderem Christl Heilemann, Bernd Bauer, Johannes Züfle, Sandra Schöne, Daniela Braun (vorne von links) sowie Jesse Burgmann, Kurt Linsenmayer, Karl Bölz und Siegfried Lehmann (hinten von links). Foto: Markus Brändli

tb. Das Weilheimer Festjahr stellt eine organisatorische Mammutaufgabe dar. Seit drei Jahren trifft sich der Ausschuss zum Planen und Austauschen. Getroffen hat sich das Gremium zum ersten Mal im November 2016. Am Anfang stand die Frage: Wie sollen 1 250 Jahre Weilheim und 700 Jahre Stadtrechte überhaupt gefeiert werden? Dass es kein Festwochenende auf der grünen Wiese geben soll, sondern ein vielseitiges Programm im Herzen der Stadt, stand schnell fest. Eine Vorlage oder ein Vorbild gab es in dem Sinne nicht: „Das hier ist eine echte Weilheimer Lösung“, sagte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle beim letzten Treffen.

Ausschuss und ­Projektgruppen

Besprochen wurde und wird im Ausschuss eigentlich alles, was mit dem Stadtjubiläum zu tun hat: Wer baut beispielsweise die riesigen Zelte am Festwochenende auf- und ab oder dürfen beim Festumzug Bonbons gestreut werden? Den Überblick hat Sandra Schöne. Sie koordiniert und organisiert hauptamtlich das Jubiläumsjahr für die Stadt Weilheim, unterstützt von Vertretern der Stadt, des Gemeinderats, der Gastronomie und den Vereinen. Gearbeitet wird im Ausschuss und in Projektgruppen.

125 Menschen bauen Zelte auf und ab

„Für den Auf- und Abbau der Festzelte nächstes Wochenende haben sich 125 Leute gemeldet“, berichtet Kurt Linsenmayer, der im Ausschuss das städtische Hochbauamt und gleichzeitig die Stadtkapelle vertritt. Insgesamt fünf Tage sind für diese Mammutaufgabe veranschlagt. „Dreieinhalb Tage für den Aufbau und eineinhalb Tage für den Abbau.“

Historische Gewänder und Pferde

Riesige Dimensionen hat auch die Tafel, an der sich die Teilnehmer des Festumzugs in der Limburghalle in die historischen Gewänder hüllen werden. „Wir haben 400 laufende Meter Tische“, informiert Sandra Schöne. Gebraucht werden im Vorfeld auch die Maße aller Teilnehmer wie Kopfgröße, Halsweite und Schrittlänge. „Das sind sensible Daten, die werden im Anschluss natürlich vernichtet“, betont sie. Auch Pferde sollen am Umzug teilnehmen - die erforderliche Nervenstärke weisen allerdings nur wenige Tiere auf: „Der Reitverein hat vier Pferde zugesagt, die das aushalten“, so Schöne. Gewünscht hatte sie sich eigentlich ein paar mehr. 60 städtische Mitarbeiter übernehmen bereitwillig Dienste im Festjahr, etwa am Festwochenende, beim Theater in der Peterskirche und beim Musiknächtle im September. „Die Listen haben sich schnell gefüllt“, freut sich Johannes Züfle über die große Bereitschaft.

Vorverkauf für Comedy-Nacht

Das Jubiläums-Festwochenende in Weilheim startet bekanntlich am Freitagabend, 5. Juli, mit einer Comedy-Nacht. In sechs Zelten, die an verschiedenen Orten im und rund ums Stadtzentrum aufgebaut sind, darf laut gelacht werden, wenn Komiker, Bauchredner und Kabarettisten die Bühne betreten. „Der Eintritt beträgt jeweils - nur - fünf Euro pro Veranstaltung.“ Sandra Schöne empfiehlt den Vorverkauf, denn das Zelt mit „Hillus Herzdropfa“ sei bereits ausverkauft und auch für „Helge und das Udo“, sowie „Knoba Sörwiss und so semmr halt“ gebe es nur wenig Restkarten. Im Zelt in der Lindachstraße bei „Dolce Vita“ habe man ein familienfreundliches Programm ausgesucht und so werden „Marcelini und Oscar“ (Bauchredner mit Hund) Groß und Klein begeistern, so Schöne. Vorverkauf ist im Bürgerbüro, bei „Das Buch“ und an der Abendkasse. Es herrscht freie Platzwahl. Einlass ist bereits ab 18 Uhr. Die Comedians präsentieren ihr Programm in zwei Blöcken zu je 45 Minuten im geschlossenen Zelt. Wichtig: „Es ist nicht möglich, mehrere Zelte an diesem Abend zu besuchen.“

Fest schweißt zusammen

Zurück zum Ausschuss: Auf die Frage, ob beim Umzug Bonbons gestreut werden dürfen war sich das Gremium schnell einig: Das sei kein Karnevalsumzug und deshalb haben Bonbons da nichts verloren, so der Tenor. Es ist nicht das letzte Mal, dass der Festausschuss im Jubiläumsjahr zusammenkommt. Der nächste Termin steht schon. „So ein Fest schweißt zusammen“, lautete das Resümee von Johannes Züfle.