Ortsvorstellung Weilheim

„Weilheim hat eine spannende Perspektive“

Die Zähringerstadt setzt auf ihre Attraktivität als Wohn- und Arbeitsstandort

Ein Tag unterwegs in Weilheim
Ein Tag unterwegs in Weilheim. Foto: Thomas Krytzner

Die 1 250 Jahre merkt man der Kleinstadt am Rande der Schwäbischen Alb gar nicht an. Weilheim wirkt auf den Besucher jung, erfrischend und vor allem einladend. Im Stadtkern ist das urtümliche Antlitz mit Fachwerkbau und Kopfsteinpflaster bewahrt, je mehr man sich vom Zentrum entfernt, umso moderner wirkt die Stadt an der Teck – und die Industrie zeigt sich in den umliegenden Gewerbegebieten. Die Gemütlichkeit geht aber niemals verloren. Dafür sorgt auch die Innenstadtoffensive.

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Die neue "Gastronomie" in Weilheims Zentrum. Foto: Stadt Weilheim
Die neue "Gastronomie" in Weilheims Zentrum. Foto: Stadt Weilheim

Eine Fußgängerzone wurde geschaffen, ja sogar eine Gastromeile ist entstanden und gewachsen. Bürgermeister Johannes Züfle ist sich sicher: „Die Restaurationsbetriebe ergänzen sich hervorragend, ein Konkurrenzdenken kommt da nicht auf.“ Das muss es auch gar nicht, denn die Weilheimer sind gerne in ihrer Stadt, und die viele Läden, Cafés und Restaurants in der Innenstadt sind gut besucht. Johannes Züfle hofft auf mehr Zuwachs: „Wir bauen neue Wohnungen und wollen weitere Wohnbauflächen schaffen.“ Gleichzeitig spricht er an, was heute vor allem für junge Familien fast schon Voraussetzung ist – schnelles Internet. „3 000 Haushalte konnten vergangenes Jahr mit schnellerem Internet versorgt werden.“ Gebaut wird an einigen Stellen in Weilheim, wie zum Beispiel in der Oberen Mühlstraße. Da muss die gesamte Straße saniert werden.

Bei der Straßensanierung werden auch gleich neue Kabel für schnelles Internet verlegt. Foto: Thomas Krytzner
Bei der Straßensanierung werden auch gleich neue Kabel für schnelles Internet verlegt. Foto: Thomas Krytzner

Da werden parallel auch gleich neue Kabel verlegt. Doch nicht nur an und auf den Straßen wird gebaut. Weilheim ist in Bewegung und setzt auf sanfte Modernisierung. Da entsteht beispielsweise eine neue Kindertagesstätte, und der neue Jugendtreff ist um einen Mehrzwecksportfeld ergänzt.

Das neue Beachvolleyballfeld wird rege genutzt. Foto: Thomas Krytzner
Das neue Beachvolleyballfeld wird rege genutzt. Foto: Thomas Krytzner

„Das Beachvolleyballfeld wird rege genutzt“, freut sich der Weilheimer Schultes. Im Jugendtreff haben junge Menschen verschiedene Möglichkeiten an Aktivitäten. Es gibt Computer-Arbeitsplätze, eine Bar (ohne Alkoholausschank), und gerne wird eine Runde Billard gespielt. Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, kann sich auf dem Bikepark austoben.

Im Jugendtreff haben junge Menschen verschiedene Möglichkeiten an Aktivitäten. Foto: Thomas Krytzner
Im Jugendtreff haben junge Menschen verschiedene Möglichkeiten an Aktivitäten. Foto: Thomas Krytzner

Große Pläne für die Zukunft
Die Turnhalle der Limburgschule ist seit über 20 Jahren Gesprächsthema in der Stadt. Dass das Gebäude abgebrochen und auf die Schulnutzung abgestimmte Größe neu gebaut werden muss, ist mittlerweile Konsens. Eine Bürgerbeteiligung fand statt, in den nächsten Gemeinderatsitzungen werden die Planungen vorangetrieben. In den heißen Sommertagen hat das städtische Freibad einen guten Zulauf. Doch hinter den Kulissen des 80 Jahre alten Bades liegt einiges im Argen. Technische Anlagen kommen ans Ende ihrer Lebensdauer. Ersatzteile gibt es kaum mehr. Die Wasserverluste sind hoch, und ein normgerechtes Kleinkinderbecken gibt es nicht. „Da haben wir einiges zu tun“, seufzt Johannes Züfle mit dem Blick auf die hohen Kosten. „Wir erhoffen uns aber, noch mehr Bürger ins Freibad zu locken, wenn die Sanierung abgeschlossen ist.“

Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, hofft man noch mehr Bürger ins Freibad locken zu können. Foto: Thomas Krytzner
Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, hofft man noch mehr Bürger ins Freibad locken zu können. Foto: Thomas Krytzner

Bereits abgeschlossen ist die Umstellung der Nachtbeleuchtung. „Wir haben auf LED umgestellt.“ Bei den vielen Veranstaltungen, die in Weilheim stattfinden, ist eine gute und sparsame Beleuchtung wichtig, um auch länger bleibenden Gästen den Weg nach Hause sicher zu erleuchten. Dazu trägt auch das ausgebaute Busnetz bei. „Wir haben seit Kurzem einen zentralen Bushalt“, freut sich der Bürgermeister und verweist parallel auf die Barrierefreiheit. „Die Bushaltestelle ist so konzipiert, dass man praktisch ebenerdig in den Bus einsteigen kann.“

Bürgermeister Johannes Züfle vor dem neuen, barrierefreien, zentralen Bushalt. Foto: Thomas Krytzner
Bürgermeister Johannes Züfle vor dem neuen, barrierefreien, zentralen Bushalt. Foto: Thomas Krytzner

Johannes Züfle erklärt, dass die Stadt eine jährliche Begehung mit dem VdK durchführt, um die Barrierefreiheit in der Stadt weiter zu fördern. „Wir genießen eine gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenforum.“ Von dort gibt es auch die Hinweise, wenn irgendwo Hindernisse die Gemütlichkeit der Stadt stören. Der Bürgerbus ist nun seit über einem Jahr in Betrieb und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. „Die Menschen nutzen den Bus gerne und rege.“ Aktuell werden in Weilheim die Kanten der Bürgersteige abgeflext, um die Barrierefreiheit auch mit Rollatoren zu gewährleisten.

Der Bürgerbus erfreut sich großer Beliebtheit. Foto: Stadt Weilheim
Der Bürgerbus erfreut sich großer Beliebtheit. Foto: Stadt Weilheim

Naturnahe Stadt
Wer nach Weilheim reinfährt, egal ob mit Pkw, Bus oder Rad, entdeckt überall bunten Blumenschmuck. Entlang der Straßen gibt es überall kleine grüne Flächen, an den Brücken hängen Blumenkästen, und schön gestaltete Blumenampeln ziehen viele Blicke auf sich. „Die Mitarbeiter des Bauhofs leisten auch beim Pflanzenschmuck großartige Arbeit.“ Wie Jürgen Ulmer vom städtischen Bauhof bestätigte, gehört die Gärtnerarbeit zu den Prioritäten im Frühling und Sommer. „Wir wollen ja eine schöne, bunte und grüne Stadt haben“, erklärt er voller Stolz. Im Winter setzt die Stadt auf andere Aspekte in Punkto Umweltschutz. Die Gebäude und Räume der Limburgschule werden mittels Hackschnitzelanalge beheizt. Diese steht im Keller der Schule. 55 Kubikmeter Schnitzel aus eigener Produktion verbrennt die Heizungsanlage im Monat. „Einmal im Monat kommt der Lastwagen und füllt das Reservoir auf“, erklärt Hausmeister Karl-Heinz Klingmann.

Die Limburghalle wird mit Hackschnitzeln aus stadteigener Produktion beheitzt. Foto: Thomas Krytzner
Die Limburghalle wird mit Hackschnitzeln aus stadteigener Produktion beheitzt. Foto: Thomas Krytzner

Zur Förderung der Elektromobilität hat Weilheim vor Kurzem auch eine E-Tankstelle eingeweiht. „Die Bürger mit Elektromobilen nutzen diese gerne“, freut sich Johannes Züfle.

Kirschen in Hülle und Fülle
Wer Weilheim kennt, kennt auch Hepsisau, ein Teilort der Zähringer-Stadt. Jedoch ein Teilort mit eigenem Kopf. Und mit Kirschen. Mit vielen Kirschen in diesem Jahr. Leider bemerkten das aktuell auch einige Unbekannte und meinten, sie müssten Bäume umsägen, um schneller Kirschen stehlen zu können. Dabei hätten sie sie einfach bereits abgelesen kaufen können.

2018 ist "gut Kirschen essen". Zahlreiche Verkaufsstellen in Hepsisau locken mit den leckeren Früchten. Foto: Thomas Krytzner
2018 ist "gut Kirschen essen". Zahlreiche Verkaufsstellen in Hepsisau locken mit den leckeren Früchten. Foto: Thomas Krytzner

In Hepsisau gibt es zur Saison / aktuell beispielsweise über zehn Verkaufsstände, an denen Kirschen frisch von den Streuobstwiesen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb gekauft werden können. Die Bäume sind voll mit den schwarzen und feuerroten süßen Früchten. Apropos Feuerrot: Die Freiwillige Feuerwehr in Hepsisau bekommt ein neues Löschfahrzeug (LF), denn das „alte“ hat so langsam ausgedient.

Die Freiwillige Feuerwehr in Hepsisau bekommt ein neues Löschfahrzeug. Foto: Thomas Krytzner
Die Freiwillige Feuerwehr in Hepsisau bekommt ein neues Löschfahrzeug. Foto: Thomas Krytzner

Drei Fragen an Bürgermeister Johannes Züfle

1.Welche Bedeutung hat Weilheim für Sie?
Meiner Familie und mir ist unsere Stadt ans Herz gewachsen und zur Heimat geworden. Wir fühlen uns sehr wohl. Es ist ein tolles Gefühl, hier nicht nur wohnen sondern auch für unsere Stadt und unser Miteinander arbeiten zu dürfen.

2.Wo in Weilheim fühlen Sie sich besonders wohl?
Einer meiner Lieblingsplätze ist die Limburg. Von dort hat man einen imposanten Blick auf unsere Heimatstadt und die herrliche Naturkulisse der Schwäbischen Alb. Dort kann ich wunderbar entschleunigen und die Natur genießen.

3.Was macht Weilheim für die Menschen attraktiv?
Hier lässt es sich gut wohnen, arbeiten und leben. Weilheim bietet zahlreiche Arbeitsplätze, vielfältige Freizeitmöglichkeiten und eine moderne, gut ausgebaute Infrastruktur. Das Miteinander in der Stadt kommt beim regen Vereinsleben und den vielen Festen nicht zu kurz. Bei uns geht immer etwas vorwärts. Weilheim bietet Perspektive.