Recycling und Entsorgung

Problem der Vermüllung wird konsequent angegangen

Problem der Vermüllung wird konsequent angegangen
An den Glascontainerstandorten im Stadtgebiet - wie hier am Rossmarkt - weisen Schilder auf die Konsequenzen der illegalen Ablagerung von Müll hin. Foto: Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck

pm. Immer wieder kommt es rund um öffentliche Glascontainer zu starker Vermüllung. Nachdem die Situation sich in Corona-Zeiten verschärft hatte, führte die Stadt Kirchheim unter Teck Gespräche mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Zudem wurden an bekannten „Hotspots“ Verbotsschilder angebracht.

Reihen von leeren Flaschen, Pappkartons, Müllsäcke, Sperrmüll, ab und an auch aussortierte Möbel oder ausgediente Küchengeräte werden regelmäßig an den Standorten der Glascontainer abgelagert - trotz des funktionierenden Systems der regelmäßigen Müllabfuhr, der kostenfreien Sperrmüllentsorgung vor der Haustür und des Angebots der Recyclinghöfe. „Das Phänomen gibt es schon lange, in Zeiten der Corona-Pandemie hat es aber zugenommen. Dabei handelt es sich beim wilden Abstellen von Müll um eine Ordnungswidrigkeit!“, erklärt Marcus Deger, Leiter des Sachgebiets Ordnung und Verkehr bei der Kirchheimer Stadtverwaltung. Zur Schaffung von Klarheit wurden an besonders kritischen Stellen jüngst Schilder aufgestellt, die auf die geltenden Vorschriften hinweisen.

Dies ist jedoch nur ein Teil im Maßnahmenkatalog der Stadtverwaltung: auch die regelmäßige Kontrolle vor Ort wurde ausgebaut. „Zwar lassen sich die Verursacher in den seltensten Fällen direkt bei der Tat ertappen. Teilweise lässt der abgestellte Unrat jedoch Rückschlüsse auf die Verursacher zu und wir können die Verstöße tatsächlich ahnden“, zeigt der Verantwortliche für den städtischen Vollzugsdienst, Carsten Röhrle, auf. „Je nach Ablagerung können Bußgelder von bis zu 2.500 Euro verhängt werden“, so Röhrle weiter. Um die hierfür notwendige Präsenz im Stadtgebiet zu erhöhen, hatte der Gemeinderat im Februar der Schaffung weiterer Stellen im Gemeindevollzugsdienst zugestimmt. Die neugeschaffenen Stellen wurden mittlerweile zumindest teilweise besetzt. Somit gibt es mittlerweile auch personell bessere Möglichkeiten, um im Außendienst engmaschiger zu kontrollieren.

Nicht immer sind dabei überfüllte Container das alleinige Problem - allzu häufig mangelt es den Verursachern schlicht an Verantwortungs- und Unrechtsbewusstsein, und mit ihrem rücksichtslosen Verhalten sinkt die Hemmschwelle für weitere Müllsünder. Ein weiterer Baustein ist daher die regelmäßige Reinigung der Standorte. Für die Reinigung rund um die Container sind die jeweiligen Betreiber zuständig. Im Falle der aufgestellten Glascontainer ist dies der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises Esslingen. Zuständig für die eigentliche Sammlung und Entsorgung von Altglas ist das Duale System Deutschland (DSD), die den Auftrag im Kreis Esslingen an die Entsorgungsfirma Remondis vergeben hat. Für die Reinigung - auch des Umfelds der Container - ist wiederum eine Fremdfirma beauftragt. Um dennoch eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen, führte die Stadt Gespräche mit den Verantwortlichen. Dadurch konnte zum Beispiel eine Erhöhung des Reinigungsrhythmus an besonders kritischen Standorten erreicht werden. Seitdem hat sich die Lage verbessert. Die Standorte werden bis zu drei Mal pro Woche von der MARS Gebäudeservice GmbH gereinigt.

Die Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck hat sich mit der Kampagne „Mach mit! Für ein sauberes Kirchheim“ in diesem Jahr die Sauberkeit in der Stadt auf die Fahnen geschrieben. Informationen zur Kampagne sind immer aktuell auf www.kirchheim-teck.de/saubereskirchheim zu finden.

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