Renovieren und Modernisieren

Aus zwei mach eins

lps/AM. Große und helle Räume sind das Nonplusultra des Wohnambientes. Offene Wohnküchen sind gesellig, stylisch und sparen wertvollen Platz. In diversen Bestandsimmobilien wird deshalb die Wand zwischen Wohnzimmer und Küche eingerissen. Nach viel Arbeit, Dreck und Schutt wird der Durchbruch verkleidet und das Wohnzimmer kann endlich mit der Küche verschmelzen. Plant man einen solchen Umbau, gilt es einiges in die Planung zu integrieren. Zunächst muss festgestellt werden, ob es sich bei der zu entfernenden Wand um eine tragende Wand handelt. Das bedeutet, ob sie eine statisch tragende Funktion für das Gebäude hat. Ein Statiker kann das feststellen. Ist es eine ­­nichttragende Wand, kann der Umbau vergleichsweise schnell beginnen. Handelt es sich hingegen um eine tragende Wand, ist der Umbau genehmigungspflichtig. Widersetzt man sich dieser Genehmigungspflicht, kann das fatale Auswirkungen auf das Gebäude haben. Sofern die Wand keine statische Aufgabe erfüllt, kann die Arbeit beginnen. Nachdem man einen Container für Bauschutt angefordert hat, alle Möbel beiseite schob und diese mit Folien abdeckte, muss nach Strom-, Wasser- sowie Gasleitungen innerhalb der Wand gesucht werden. Sind welche vorhanden, müssen diese stillgelegt oder verlegt werden. Möglicherweise benötigt man beim Durchbruch einen sogenannten Sturz, der das Gewicht der oberen Etage gleichmäßig verteilt.

Damit der Wanddurchbruch gelingt, sind diverse Werkzeuge nötig: Hammer und Meißel, Winkelschleifer mit Diamantscheibe, Kernbohrer und ein Bohrhammer. Grundsätzlich lassen sich diese Geräte in Baumärkten leihen. Beauftragt man hingegen eine Fachfirma, werden alle erforderlichen Materialien mitgebracht. Abhängig vom Aufwand bewegen sich die Kosten für einen Wanddurchbruch zwischen 800 und 4.000 Euro pro Quadratmeter.


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