Rückengesundheit

Rückenschmerzen und Psyche

Oft unterschätzt

Stress am Arbeitsplatz führt häufig zu Verspannungen und Rückenschmerzen. Symbolbild

lps/Rg. Oftmals stecken hinter Rückenschmerzen nicht nur körperliche Ursachen, auch psychische Probleme können Rückenbeschwerden verursachen. Das kann Mobbing am Arbeitsplatz sein, ebenso wie Stress in der Familie, die Trennung vom Partner oder der Tod eines nahestehenden Menschen. Auch hoher Leistungsdruck oder Terminstress sowie eine geringe Anerkennung der eigenen Leistung können die Auslöser sein. Als weitere Ursachen kommen Angststörungen, finanzielle Sorgen und Depressionen in Frage. Stress ist also bei vielen Menschen ein ständiger Begleiter. Deshalb ist Stressausgleich ein wichtiger Punkt, um Beschwerden vorzubeugen. Besonders bei chronischen Rückenschmerzen spielen psychosoziale Faktoren eine wichtige Rolle, wobei es sich meist um ein Zusammenspiel körperlicher und seelischer Belastungen handelt. Bei Stressempfinden sendet das Gehirn Informationen an die Muskulatur, die sich dann anspannt. Dauert diese Situation länger an, bleibt auch die Anspannung. Dadurch sind Verspannungen der Muskulatur die Folge. Bei vielen Betroffenen ist es eine Kombination aus seelischen und körperlichen Faktoren, wobei sich beide Komponenten gegenseitig beeinflussen können. Deshalb ist für eine erfolgreiche Therapie in vielen Fällen die Zusammenarbeit von Physiotherapeuten und Psychotherapeuten wichtig, da so die seelischen wie auch die körperlichen Beschwerden behandelt werden können. Die regelmäßige Anwendung von Entspannungstechniken kann dabei helfen, Stress abzubauen und gelassener zu werden. Zudem sollten Übungen zur Kräftigung der Muskulatur zum Einsatz kommen. Bei den körperlichen Ursachen helfen meist schon Massagen oder Physiotherapie. Weitere Techniken zur Entspannung sind autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung. Kurse zur Stressbewältigung werden beispielsweise von Krankenkassen angeboten, bei denen man nähere Informationen dazu erhält.


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