Schulanfang

Abschied vom Kindergarten

Umgang mit Traurigkeit

lps/Jv. Der aufregende Start in einen neuen Lebensabschnitt bringt gleichermaßen einen Abschied mit sich, nämlich vom Kindergarten. Für die meisten Kinder ist es die erste große Änderung, die sie in ihrem Leben erfahren – und die kann gemischte Gefühle mit sich bringen. Wie wird es sein, wenn man die gewohnten Abläufe im Kindergarten nicht mehr hat? Die Lieblingserzieherin, bei der man hin und wieder kuscheln und Kraft tanken konnte, steht plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Auch in dem Außenbereich des Kindergartens mit Sandkasten und Klettergerüst darf man nun plötzlich nicht mehr spielen, weil man kein Kindergartenkind mehr ist. Ebenso wird man die gewohnten Gerüche, wenn das Mittagessen kommt, zukünftig vermissen. Und auf einmal scheint einem der Milchreis, den es freitags immer gab, die leckerste Mahlzeit der Welt zu sein. Niemals mehr wird man die warmen Kirschen darauf kosten können. Eine solche Umstrukturierung von einem Tag auf den anderen, die selbst Erwachsenen schwerfallen würde, ist für die Kinder ein überaus trauriger Moment.

Doch die Eltern stehen der Traurigkeit ihrer Kinder nicht hilflos gegenüber. Sie können ihren Kindern zuverlässige Begleiter sein, ihre Gefühle respektieren und tröstend zur Seite stehen. So einige Kinderbücher und Hörspiele behandeln genau diesen Abschied vom Kindergarten auf kindgerechte Art. Indem die Kinder den Geschichten der anderen Kinder lauschen, beginnen sie zu verstehen, dass ihr Gefühlsdurcheinander ein ganz normales ist und dieses vergeht. Und was den Milchreis betrifft: Warum denn nicht zusammen mit dem Kind die besonders leckeren Mittagsmenüs aus dem Kindergarten nachkochen? Das Abschmecken der Gerichte obliegt natürlich dem kleinen Meisterkoch.


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