Schulanfang

Der erste Schultag

Auch für Eltern ist dieser nicht leicht

lps/Bi. Bereits wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, stellen viele die Frage, wann sie endlich in die Schule dürfen. Für Eltern ist es zum Teil eine Erleichterung zu sagen, dass es noch mindestens drei Jahre dauern würde. Doch diese Jahre sind sehr schnell vorbei und bald müssen Mütter und Väter ihre Kinder am Schultor verabschieden, sie in dem Schulgebäude für viele Stunden alleine lassen. Dieser Schritt ist für viele Eltern sehr schwer. Die Kinder werden selbstständiger, verbringen viel Zeit weg von zu Hause, lernen neue Freunde kennen und bestreiten auch den Schulweg mit etwas Übung alleine. Daher folgt von manchen Elternteilen die Aussage, dass die Kinder zwar schulreif sind, sie selber jedoch nicht. Sie sehen ihre Sprösslinge mit dem großen Schulranzen auf dem Rücken im Flur stehen, wobei der Ranzen, obgleich angepriesen und hochwertig, das halbe Kind zu verschlingen scheint. Aus dem Kind wird ein Schulkind. Für den Alltag bedeutet dies vor allem: Festere Zeiten, mehr Struktur, mehr zu tun. Teils muss das Haus früher verlassen werden und die Spontanität im Alltag geht verloren. Auch ein kurzfristiger Urlaub außerhalb der teuren Ferienzeiten ist nicht mehr möglich. Hinzu kommt die Sorge um das Kind. Wird es eine nette Lehrerin oder Lehrer haben? Was ist mit Heimweh? Sowohl die Kinder als auch die Eltern müssen sich einer langen Serie des Loslassens stellen, von alltäglichen Abläufen bis hin zum Umgang miteinander. Dieser Prozess beginnt mit der Geburt und hört wahrscheinlich auch mit der Vergabe der Abiturzeugnisse nicht auf.

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