Schulanfang

Die Schulwahl

Die Schulwahl
In Waldorfschulen kann das Kind tun und lassen, was es will. Stimmt das? Symbolbild

lps/Bi. Bei der Einschulung in die Grundschule ist das Einzugsgebiet ausschlaggebend, denn die freie Schulwahl gibt es nur bei weiterführenden Schulen. Eltern haben bei der Wahl der Grundschule daher relativ wenig Mitspracherecht, das Kind wird entsprechend der Meldeadresse einer Grundschule zugeteilt. Möchte man sein Kind nicht im Einzugsgebiet einschulen lassen, gibt es zwei Möglichkeiten: Einen Gastschulantrag oder die Anmeldung an einer freien Schule, beispielsweise einer Privat-, Montessori oder Waldorf Schule. Da das Schulsystem je nach Bundesland variiert, unterscheiden sich auch die Regelungen über eine mögliche Einschulung außerhalb des Einzugsgebiets stark. Generell lässt sich jedoch sagen: Werden im Gastschulantrag Gründe angeführt, welche sich direkt gegen die zugewiesene Schule richten, wird der Antrag vermutlich abgelehnt.

Anzeige

Auch bisherige soziale Kontakte des Kindes sind kein rechtsgültiger Grund für eine abweichende Einschulung. Mehr Aussicht auf Erfolg gibt es hingegen, wenn mit dem Arbeitsweg der Eltern oder der Kinderbetreuung argumentiert wird. Auch der Besuch freier Schulen muss vom Schulamt genehmigt werden. Hinzu kommt, dass diese Schulen aufgrund der beschränkten Plätze oft strikte Auswahlverfahren haben.

Neigt sich die Grundschulzeit dem Ende zu, beginnt erneut die Suche nach einer neuen Schule. Welche der beiden Schulformen besucht werden soll, also Sekundarschule oder Gymnasium, hängt auch von der Empfehlung der Lehrer ab. In manchen Bundesländern ist diese Empfehlung sogar bindend, in anderen müssen bestimmte Durchschnittsnoten für die jeweilige Schulform erreicht werden und in wieder anderen steht die Wahl völlig frei. Doch auch weiterführende Schulen haben Einzugsgebiete. Auch hier muss ein guter Grund geliefert werden, wenn die zugewiesene Schule nicht besucht werden soll.