Schulanfang

Gebührend feiern

Gebührend feiern
Bräuche sind verschieden. Symbolbild

lps/Jv. An der Schultüte scheiden sich unter Umständen die Geister, die mütterlichen nämlich. Die einen sind überzeugte Verfechter davon, dass nicht zwingend Zucker in die mancherorts sogenannte Zuckertüte muss. Die neue Brotdose für die Schule, eine Trinkflasche, ein Sportdress oder Haarspangen sind doch ebenso wundervolle Ideen, die Kinder zum Schulstart zu beschenken. Und diese Meinung ist nicht von der Hand zu weisen.

Auf der anderen Seite finden sich die Vertreter der konventionellen Schul- bzw. Zuckertüteninhalte. Schließlich heißt diese ja auch so in einigen Regionen Deutschlands. Für jene Vertreter gehört neben Lineal, Dreieck und Stiften vor allem Süßes in die Tüte. Auch das ist durchaus legitim. Immerhin feiert man nur einmal im Leben den Eintritt in die Schule.

Wie bei nahezu jeder Angelegenheit im Alltag ist wohl die gemäßigte Mitte das Mittel zur Wahl. Auch der bisherige Lebenshintergrund ist nicht unwichtig. So spielt zudem eine Rolle, was Kinder durch den Kindergarten gewohnt sind. Ein Kind, welches bisher einen Waldorfkindergarten besucht hat, dürfte sicherlich einen regelrechten Zuckerschock erleiden, wenn es plötzlich einer bis zum Rand mit Süßigkeiten gefüllten Schultüte gegenübersteht. Andererseits dürfte ein Kind, welches bis dato einen lockeren Umgang mit Süßigkeiten erfahren hat, enttäuscht reagieren, wenn sich in der Schultüte plötzlich Haferkekse und Nüsse befinden.

Keine Seite ist schlechter als die andere. Allem voran zählt, dass der Tag der Einschulung, bei welchem die Kids im Mittelpunkt stehen, nicht zu einer Enttäuschung wird, weil man seine eigenen Erwartungen auf die des Kindes projiziert.

Am besten versichern sich Großeltern und Verwandte bei den Eltern sowie auch bei den Kindern, in welche grobe Richtung die Geschenke gehen sollen.

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