Schulanfang

Gesunde Brotbox-Inhalte

Was Schwedens Naschtag mit der Schule zu tun hat

Einmal alles, bitte! Der schwedische Naschtag. Symbolbild

lps/Jv. In Schweden ist samstags „godisdag“, übersetzt heißt das „Naschtag“. Vor einigen Jahrzehnten etablierte sich dieses Ritual, um kleine Kinderzähne vor zu häufigem Süßigkeitenkonsum zu schützen. Deshalb wurde der Samstag dort zum Naschtag auserkoren, an allen anderen Tagen sollte vornehmlich Gesundes gegessen werden. Eine solche Tradition offenbart ganz wunderbare Möglichkeiten, um mit dem eigenen Nachwuchs sowohl Naschgewohnheiten als auch die kommende Woche zu strukturieren. Denn nicht selten kommt es in den Familien zu Diskussionen, was in die Brotbox für die Schule kommen soll. Besonders schwierig wird es, wenn die Mitschüler die tollsten Süßigkeiten dabei haben, während die eigene Box nur Vollkornbrot und Gemüseschnitze offenbart. Doch gerade für die Konzentration in der Schule ist eine gesunde Ernährung wichtig.

Das Ritual eines Naschtages bringt aber alle Kinderaugen zum Leuchten. Wenn Pausengespräche darauf hinauslaufen, dass man sich samstags eine große Naschtüte befüllen kann, dass man sich aus den Schütten der Süßigkeiten-Theke vergleichsweise frei bedienen kann, dann werden viele Kindermünder Begeisterung kundtun. Denn wie so oft liegt das Besondere im vorausgegangenen Verzicht. Süßigkeitenkonsum zu zelebrieren, bedeutet einerseits, dass Eltern anerkennen, wie lecker Schokolade, Gummibärchen und Co. sind. Andererseits beinhaltet dies auch eine pädagogische Komponente, nämlich dass Eltern ohne direkten Fingerzeig erzieherisch vermitteln: Ein häufiger Süßigkeitenkonsum ist schadhaft für die Gesundheit.

Mäßiger Umgang ist der optimale Weg. Ein solcher „godisdag“ wäre ein möglicher Ansatz dafür, um Brotbox-Inhalte differenzierter zu betrachten und mit den Kindern bezüglich ihrer Naschgewohnheiten eine Vereinbarung auf Augenhöhe zu treffen.

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