Schulanfang

Markenprodukte oder No-Name?

lps/Jv. Soziale Vergleiche finden immer und überall statt. Viele Eltern sehen sich mit dem Heranwachsen des Kindes völlig neuen Erziehungsaufgaben gegenübergestellt. Der Tatsache nämlich, dass es plötzlich einzig diese Markenturnschuhe sein sollen, welche die Kinderfüße zieren. Oder ausschließlich diese Schulmappe, welche ein Merchandise-Produkt von irgendeinem Kinofilm ist.

Und natürlich möchte das liebende Elternherz am liebsten all diese Kinderwünsche erfüllen – erst recht, wenn man in große Kinderaugen blickt, Ärmchen einen umarmen und mit piepsiger Stimme die größten Versprechungen für das Decken des Frühstückstisches jeden Sonntagmorgen getätigt werden, wenn man doch bloß diese eine Schultasche bekäme. Wie weh tut es dann einem selbst, wenn man Nein sagen muss. Dann gilt es, Trauer und Enttäuschung beim Nachwuchs auszuhalten und ausschließlich tröstend und nicht genervt zur Seite zu stehen.

Dieses Nein ist wichtig. Dieses Nein, wenn es ruhig ausgesprochen wird, stärkt die Frustrationstoleranz beim Kind. Denn es wird noch viele Neins in seinem Leben geben. Kinder müssen erspüren dürfen, dass negative Gefühle vergehen können, sich Alternativen finden las-

sen und das Leben weitergeht. Schließlich gehört zur Eigenverantwortung im späteren Erwachsenenalter auch der Umgang mit Finanzen dazu und diesen müssen Kinder lernen.

Häufig finden sich ansprechende Alternativen zu den Markenprodukten in Kaufhäusern oder Discountern. Beispielsweise ließe sich vereinbaren, ein oder zwei Markenprodukte zu kaufen und alles Übrige alternativ? Kompromisse müssen her, wie immer im Leben!

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