Start in den Urlaub

Campingurlaub richtig planen

Überladung stellt erhebliches Sicherheitsrisiko dar

Vorräte sollte man am besten erst am Urlaubsziel einkaufen, Fahrräder eventuell vor Ort ausleihen und auf leichte Campingmöbel achten, rät der ADAC. Sonst drohe womöglich eine Überladung. Foto: Jean-Luc Jacques

ADAC. Der Camping-Boom hält auch zwei Jahre nach Beginn der Pandemie weiter an: Im vergangenen Jahr wurden laut Kraftfahrtbundesamt mehr als 81.000 Reisemobile und knapp 25.000 Caravans neu zugelassen, 2020 waren es durch den beginnenden Trend zum autarken Campingurlaub bereits 78.000, 2019 im Vergleich noch lediglich 54.000 Neuzulassungen von Reisemobilen. So groß die Vorfreude auf den Campingurlaub auch sein mag, so gilt es doch ein paar Tipps zu beachten: 

Achtung Überladung

Die Überladung von Caravan-Anhängern und Wohnmobilen wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten aus und kann zu schweren Unfällen führen, warnt der ADAC. Darüber hinaus drohen empfindliche Strafen, die sich zum Beispiel in Österreich auf bis zu 5000 Euro Bußgeld belaufen können, in Italien können bis zu 1700 Euro fällig werden, in Deutschland sind es 235 Euro und ein Punkt in Flensburg. Das zulässige Gesamtgewicht sowie das Leergewicht des Wohnmobils sind in Teil 1 der Zulassungsbescheinigung aufgeführt. Aus der Differenz zwischen diesen beiden Werten ergibt sich der Spielraum für die Zuladung. Was die wenigsten wissen: Beim Leergewicht sind lediglich ein voller Wassertank, ein bis zu 90 Prozent gefüllter Kraftstoffstand und ein Fahrer mit 75 Kilogramm Gewicht plus Gasflaschen einkalkuliert. Mit jeder weiteren Person im Wohnmobil oder nachträglichen Einbauten verringert sich dadurch bereits die Zuladungskapazität. Wichtig ist darüber hinaus auch eine ausgewogene Beladung, welche für die Fahrstabilität essenziell ist. Dabei gilt: Schwere Gegenstände unten lagern und leichte oben. Beim Positionieren sollte man dann unbedingt auf die zulässigen Achslasten achten. Diese dürfen nicht überschritten werden, auch nicht, wenn das zulässige Gesamtgewicht eingehalten wird. Beim Caravan ist die Beladung maßgeblich für eine optimale Stützlast auf die Anhängerkupplung und somit für die Fahrstabilität. Grundlegend empfiehlt es sich bereits im Vorfeld gewichtsschonend vorzugehen. Das heißt beispielsweise Vorräte am besten erst am Urlaubsziel einkaufen, Fahrräder eventuell vor Ort ausleihen und auf leichte Campingmöbel achten.

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