Tag des Handwerks

Werksteinhersteller - ein Beruf mit Tradition

pm. Vor Jahrzehnten gab es den guten, alten Terrazzo - ein fugenloser Betonboden in dessen polierter Oberfläche Splitter aus Quarz, Marmor, Kiesel oder Kalkstein zu sehen sind. Bereits in der Antike wurde Terrazzo mit aufwendigen Mosaikmustern hergestellt und während der Renaissance in den Palästen Venedigs verbaut. Später fand das Material wegen seiner Robustheit Eingang in zahlreichen öffentlichen Gebäuden und Mietwohnungen. In den 60ern geriet er etwas in Vergessenheit, nun feiert er sein Comeback. Die Kunst, einen solchen Terrazzoboden herzustellen, beherrschen nur wenige - sie ist Bestandteil des Ausbildungsberufes Werksteinhersteller. Die Terrazzoböden sind jedoch nur eine kleine, feine Facette dieses seltenen Handwerks. „Ob als Bodenbelag, Treppe, Küchenarbeitsplatte oder Fenstersims - Betonwerkstein begleitet uns auf Schritt und Tritt“, betont Andreas Bauer aus Weilheim, der vor fünf Jahren seine Ausbildung abgeschlossen hat. Entsprechend vielfältig sind seine Aufgaben im elterlichen Betrieb. „Von der Herstellung der richtigen Betonrezeptur, dem Bau von Schalungen und der Bearbeitung der Oberflächen über Einbau und Verlegen bis hin zum Kundengespräch - all diese Tätigkeiten muss der Werksteinhersteller beherrschen“, erklärt er.

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