Tag des Handwerks

Stylist und Klimaschützer in einem

Grafik: Innung
Grafik: Innung

pm. Kleine Jungs und Mädels träumen davon, später mal Pilot, Astronaut oder Feuerwehrmann zu werden. Dass man in einem Handwerksberuf durchstartet, hat man nicht im Sinn. Vieles spricht allerdings dafür!

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Die Ausbildung zum Maler und Lackierer ist völlig zu unrecht auf den hinteren Plätzen zu finden.

„Zu gering sind oftmals die Informationen, falsch die Vorstellungen,“ weiß Karl Grumann, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Neckar-Fils. Welcher andere Beruf bietet geschlechtsunabhängig eine so vielseitige Arbeit? Es gibt wenige, in dem man mal kurz zwischen dem Stylist für die Wohnzimmerwand und dem Klimaschützer für die Fassade wechseln kann und gleich darauf als Kirchenmaler auf den Spuren Michelangelos wandelt.

Persönlich leistet der Innungs-Obermeister deshalb Aufklärungsarbeit, geht regelmäßig an Schulen, um den Schülerinnen und Schülern in Projekten die Aufgabenfelder in der Praxis zu zeigen.

Auch ein Praktikum, das viele Innungsbetriebe anbieten, bietet den wirklichen Einblick in die tägliche Arbeit. Parallel zur Ausbildungszeit im Betrieb lernt man in der Berufsschule (Philip-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen) die passende Theorie.

Was der Maler-Branche auch zu schaffen macht, ist das schlechte Image. „Wie oft komme ich an Baustellen, bei denen vorher wenig fachmännisch gearbeitet wurde“, schüttelt Grumann den Kopf. „Als Fachmann mit Ausbildung und Erfahrung muss ich dann der Kundschaft klarmachen, dass es Zeitgenossen gibt, die mal einen Pinsel in die Hand nehmen und dafür eine Rechnung schreiben.“ Auf Nachfrage erklärt der Fachmann, dass viele Firmen nebenher Malerarbeiten anbieten, von diesem Handwerk aber nur wenig oder geringe Kenntnisse haben. Nicht zuletzt lernt ein Maler und Lackierer in der Regel drei Jahre lang (mit Abitur nur zwei) sein Handwerk, und auch im späteren Berufsleben kommt immer neues Wissen dazu. Qualität, Kompetenz und Service sind nur drei Schlagworte, die für einen guten Handwerksbetrieb selbstverständlich sein müssen.

Den Qualitätsgedanken verfolgt die Maler- und Lackiererinnung Neckar-Fils bereits seit einiger Zeit und macht mit Anzeigen und Großflächenplakat-Kampagnen mit dem Slogan „Qualität - Jetzt Farbe bekennen“ darauf aufmerksam. Für das Jahr 2019 ist eine Ausbildungsoffensive geplant. Um als Jugendlicher wirklich durchstarten zu können, ist auch der Ausbildungsbetrieb wichtig. Mitglieder der Maler- und Lackiererinnung Neckar-Fils werden entsprechende Tools an die Hand gegeben bzw. die Azubis von Innungsmalern erhalten eigene Workshops und Seminare.

Übrigens, die Zukunftsaussichten in der Branche sind echt gut! Wer seine Ausbildung als Maler und Lackierer abgeschlossen hat, wird einer erfolgreichen Zukunft entgegensehen - mit langfristig wirtschaftlicher Sicherheit. Schon als Geselle oder Gesellin kann man sich nach dreijähriger Ausbildungszeit auf ein bestimmtes Aufgabenfeld spezialisieren. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielseitig - Studium, Meisterprüfung, eigener Chef - immer ist dabei die Ausbildung die Grundlage.

Mehr Infos, Ausbildungsbetriebe und die genauen Ausbildungsberufe samt Eckdaten: www.farbe-neckarfils.de