Trau Dich!

Der Junggesellinnen­abschied

lps/Bi. Am Tag vor der großen Hochzeit lassen es sich viele Bräute nicht nehmen, noch einmal richtig zu feiern. Männer haben es lange Zeit vorgemacht, doch mit der Zeit fand das Konzept des Junggesellenabschieds auch bei Frauen immer mehr Anklang. Die engsten Freundinnen bilden das Überraschungskomitee, welches sich mit der Organisation und Durchführung des Abends beschäftigt. In der Regel stehen sie unangemeldet vor der Tür der Braut, bepackt mit Sekt, Chips und guter Laune. Bevor es jedoch an das Feiern geht, wird die zukünftige Braut ausstaffiert. Nicht selten muss sie ein riesiges Oberteil tragen, welches mit Sprüchen bedeckt ist. Dazwischen hängen rote Papierherzen, welche von wildfremden Männern gegen einen Kuss abgeschnitten werden. Generell ist es jedoch irrelevant, was die Junggesellin trägt. Sie muss lediglich auffallen.

Essentiell für den Abend ist ein Korb, der randvoll gefüllt ist mit ausrangierten Zahnbürsten, Schokolade, Feuerzeugen, kleinen Kuscheltieren, Kondomen und vielerlei mehr. Die Aufgabe der Braut ist es, all die Dinge zu verkaufen, alternativ kann sie ihren Freundinnen keine Getränke ausgeben. Denn mit dem Erlös des Verkaufs wird der restliche Abend finanziert. Tatsächlich geht der Trend davon jedoch weg. Einige Frauen genießen lieber einen Tag auf einer Schönheitsfarm oder in einem Spa. Wieder andere besuchen ein exquisites Restaurant. Auch vor dem Fernseher, zusammen mit seinen besten Freundinnen und einer schönen Schnulze, kann der Abend vor der Trauung genossen werden.

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