Trau Dich!

Hochzeitstorten

Hochzeitstorten
Hohe Hochzeitstorten sind noch immer sehr beliebt. Symbolbild

lps/Bi. Hochzeitstorten gibt es in vielen Formen und Größen. Sie können treppen-, etagen-, säulen- oder herzförmig sein, gefüllt mit Variationen von Sahne, Butter- oder Weincreme. Für jeden Geschmack lässt sich die passende Torte kreieren. Doch die süße Verführung bereichert nicht nur die Gaumen der Gäste, vielmehr kann sie auch Hinweise auf die zukünftige Partnerschaft des Brautpaares geben. Schließlich gilt: Wer die Hand beim Anschneiden der Torte oben hat, wird auch in der Ehe das Kommando führen. So ist es im Volksmund bekannt, der den Brautkuchen zeitgleich als Fruchtbarkeitssymbol ansieht. Bereits in der Antike wurde speziell für ein Hochzeitsfest ein Kuchen gebacken. Dieser bestand traditionell aus Mehl, Honig, Gewürzen und vielen Mandeln. Die Römer zerbröselten dieses Naschwerk über den Köpfen des frisch getrauten Ehepaares. Mit Glück und Gesundheit durften anschließend jene rechnen, welche die Krümel vom Boden auflasen und aßen. Dieser Brauch hatte jedoch keinen Bestand. Im Lauf der Zeit ging man dazu über, den Gästen ganze Kuchen anzubieten, welche diese im Voraus selbst mitgebracht hatten. Wurden die mitgebrachten Torten übereinandergestapelt, entstand die heute so bekannte typische Etagenform der Torte. Fünf Ebenen stehen dabei symbolisch für Geburt, Kommunion oder Konfirmation, Heirat, Kinderreichtum und Tod. Eine mehrstöckige Version galt daher bis vor einigen Jahren noch als die Hochzeitstorte schlechthin. Meist war diese mit Buttercreme gefüllt, mit Marzipan überzogen sowie geschmückt mit essbaren roten Rosen drapiert um ein Plastikbrautpaar. Wollte man besonders eindrucksvoll sein, wurden noch ein paar Stockwerke hinzugefügt. Konditoren halten bis zu zehn Etagen für realistisch. Je nachdem, wie die Gestelle der Torte ineinandergefügt sind, entstehen dabei verschiedene Säulen- oder Treppenformen.

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