Trauerbegleiter

Gut aufgehoben in der Selbsthilfegruppe

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lps/Jk. Selbsthilfegruppen sind mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der deutschen Gesundheitslandschaft, können sich Betroffene unterschiedlicher Krankheiten oder Problemlagen hier doch gegenseitig unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Folglich ist es wenig verwunderlich, dass es auch zum Thema Trauer eine Vielzahl entsprechender Gruppen gibt. Sie werden in vielen Ortschaften von Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden und anderen Trägern angeboten und oftmals von einer Fachperson, wie einem Psychologen oder einem Seelsorger, angeleitet. In diesen Zusammenkünften können die Betroffenen ihren Gefühlen freien Lauf lassen und berichten, wie sie aktuell mit dem Verlust einer geliebten Person zurechtkommen. Dabei gibt es keine Tabus: Schuldgefühle, weil man dem anderen Menschen nicht helfen konnte, finden genauso Raum wie Wut auf den Verstorbenen, weil man sich alleingelassen und verraten fühlt, oder der Erwartungsdruck von außen, weil man doch nun endlich wieder „normal“ funktionieren müsse. Der oder die Anleitende kann das Gespräch moderieren, in etwaigen kritischen Situationen eingreifen und den Teilnehmenden weiterführende Hilfeangebote vermitteln. In vielen Städten gibt es spezifische Gruppen, etwa für Eltern, die ein Kind verloren haben, für Menschen, deren Partner an Krebs starb oder für Angehörige von Personen, die Suizid verübten. Informationen zu Gruppen vor Ort bekommt man in Gemeinden, Bürgerämtern oder in der Lokalpresse.