Trauerbegleiter

Kulturveranstaltungen auf Friedhöfen

lps/Bi. Besonders alte Friedhöfe haben eine eigene, besondere Atmosphäre. Sie bieten sich daher durchaus für angemessene Kulturveranstaltungen an. Wie in Geschichtsbüchern können an diesen andächtigen Orten über 200 Jahre alte Vergangenheiten entdeckt werden. Natürlich werden keine Ruhestätten genutzt, an denen noch immer Beisetzungen stattfinden. Doch gibt es einige Friedhöfe, auf denen die letzte Beerdigung schon ein oder mehrere Jahrzehnte zurückliegt. Diese werden zwar immer noch als Friedhöfe angesehen, sind jedoch gleichzeitig auch denkmalgeschützte Parkanlagen. Sie übernehmen als Grünanlagen, mit gespeicherter Stadtgeschichte aus mehreren Jahrzehnten, wichtige Freiraumfunktionen für die Bewohner der jeweiligen Stadt. Jene alten Grabstätten erzeugen durch ihre Mauern, stimmungsvollen Kapellen und wunderschönen Pflanzen eine besondere Atmosphäre, um die interessante Geschichte der ehemaligen Einwohner eines Ortes zu entdecken. Fachkundige Erläuterungen zu den kulturellen Veranstaltungen begleiten die Besucher. Auch unabhängig von Veranstaltungen laden die alten Friedhöfe zum Spaziergang ein. An Orten, wo die Seefahrt jahrelang Teil des Alltags war, gibt es zudem sogenannte Seefahrer Friedhöfe mit „Sprechenden Grabsteinen“. Diese, teils mehr als 300 Jahre alten Grabmäler, erzählen die Geschichte und das Leben der damaligen Seefahrer und Walfänger. Die Texte der meisten Steine sind dabei fast ausnahmslos in der gediegenen Kirchensprache Hochdeutsch verfasst. Solche Friedhöfe bieten ebenfalls Führungen an, bei denen die interessantesten Gräber mit ihren Geschichten vorgestellt werden.