Themenwelt Urlaubsträume

Nachhaltig Genacießen

Ohne Barrieren den Urlaub genießen
Sandstrand bei Bari Sardo mit dem Nuraghenturm. Foto: Eckhard Zoch

pm. 1849 Kilometer Küstenlinie, 278 Sonnentage im Jahr, eine Saison, die von April bis November reicht - diese Zahlen locken Badetouristen nach Sardinien. Dementsprechend finden sich auch viele der insgesamt 90 Campingplätze der italienischen Mittelmeerinsel an der Küste. Der Verband der sardenischen Campingplätze, in dem 40 dieser Anlagen organisiert sind, hat im letzten Sommer eine Initiative gestartet, um das Hinterland und die Küste enger miteinander zu verbinden. Denn auch die Badetouristen hätten ein großes Interesse, die Insel und ihre Bewohner zu erleben, berichtete Patrizia Fanny, Eigentümerin des Campingplatzes Capo Ferato und im Verband organisiert, auf der CMT. So haben in der vergangenen Saison mehrere Plätze Märkte organisiert, auf denen Bauern aus der unmittelbaren Umgebung ihre Produkte verkauft haben und auch Ausflüge zu diesen Produzenten organisiert. Künftig will der Verband, dessen Plätze unter www.faitasardegna.it gelistet sind, auch Workshops organisieren. So können Urlauber lernen, wie man sardisches Sauerbrot bäckt oder Pecorino Käse herstellt - unter der Anleitung von lokalen Anbietern, die ihr Handwerk traditionell ausführen. Als weiteren Baustein für einen nachhaltigen Tourismus werden zudem lokale Produkte wie Honig in den jeweiligen Minimärkten auf den Campingplätzen verkauft und Gerichte in den Restaurants angeboten, in ausschließlich lokal produzierte Lebensmittel verwendet werden.

Franziskanerweg

Über die Hälfte der Insel ist mit Wald bedeckt. Ein großes Wegenetz zieht sich durch die Landschaft, das teilweise auf das Erbe der Franziskaner zurückgeht. Nicht zu übersehen und überall präsent auf der Insel sind Zeugnisse aus der Bronzezeit: Die über 7000 prähistorischen Turmbauten, die Nuraghen, sind für Urlauber eine faszinierende Begegnung mit der Vergangenheit. Traditionell, aber immer noch sehr lebendig, sind die vielen religiösen Feste, die in den Dörfern und Städten Sardiniens gefeiert werden. 118 dieser Volksfeste sind in einer Karte verzeichnet, die über das Tourismusamt zu beziehen ist, alle Feste sind mit Datum und kurzer Erklärung versehen.

Sardinien ist die Heimat vieler traditioneller Qualitätsprodukte: von Käsesorten wie Pecorino und Fiore Sardo über die stachelige Artischocke und den Safran bis hin zur Bottarga und den Weinspezialitäten. Zu den traditionellen Brotsorten gehören ofenfrisches Coccoi, Civraxu, Pan’e Gherda und Carasau. Und natürlich Pastaspezialitäten wie Fregola und Malloreddus und frische Teigwaren wie Culurgiones, Filindeu und Lorighittas. Weiter geht es mit den Fleischgerichten wie Spanferkelbraten, Lamm, Cordula, Lamminnereien, gesottenes Hammelfleisch und Fischspezialitäten wie Krustentiere, Goldbrasse, Aal und Thunfisch, auf tausenderlei Weise zubereitet.

Niemals fehlen darf Käse: gereifter oder junger Pecorino, Ziegenkäse und Casu Marzu, sowie Süßspeisen mit Käse wie Seadas und Pardulas, oder aus Mandeln und Honig.

Mehr Informationen unter: www.sardegnaturismo.it/de

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