Weltspartag

Beim Kassensturz am Weltspartag

Geld wird für Kinder buchstäblich begreifbar

Beim Kassensturz am Weltspartag wird für Kinder Geld buchstäblich begreifbar. Foto: Jörg Bächle

KSK. Am 28. Oktober ist es wieder soweit: Weltspartag – der Welttag des Sparens. Doch ist Sparen noch so angesagt wie 1924? Damals beschlossen 354 Delegierte aus 27 Ländern auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress in der italienischen Stadt Mailand den ersten Weltspartag. Ein Jahr nach der Währungsreform hatte dieser Beschluss für die Deutschen eine besondere Bedeutung: Die Menschen sollten wieder Vertrauen in den Wert ihrer Währung und die Stabilität des Geldes bekommen.

Und heute? Ist Sparen in angespannten Zeiten noch aktuell? „Ja, der Spargedanke ist immer angesagt, auch wenn es manchmal nur in ganz kleinen Schritten gehen kann“, sagt Franz Dierolf, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Er erläutert, dass mit dem Weltspartag zuallererst die Sparkassen – und später auch andere Finanzinstitute – das vorsorgende Sparen und den Gedanken der Sparsamkeit auf der ganzen Welt populär machen wollten. Sparkassen tragen das aus dem Altgermanischen stammende „spar“, was so viel wie „bewahren“ oder „unversehrt erhalten“ bedeutet, schon seit jeher im Namen. Und sie haben vom Gesetzgeber einen öffentlichen Auftrag erhalten: „Die Sparkassen fördern den Sparsinn und die Vermögensbildung breiter Bevölkerungskreise und die Wirtschaftserziehung der Jugend“, heißt es im Sparkassengesetz des Landes Baden-Württemberg.

Deshalb vermitteln Sparkassen insbesondere Kindern die Bedeutung des Sparens. Anreiz dafür sind die Geschenke, die es am Weltspartag für die fleißigen jungen Sparerinnen und Sparer gibt. „Daran hat sich bis heute nichts geändert. Sparen ist nicht zuletzt durch den Weltspartag zu einem wichtigen Bestandteil unserer Kultur geworden. Dabei geht es auch darum, jungen Menschen zu zeigen, dass Sparen Spaß macht und sinnvoll ist – zum Beispiel für die Ausbildung oder Altersvorsorge“, weist das Vorstandsmitglied der Kreissparkasse auf den erzieherischen Effekt hin. „Das Sparschwein bietet außerdem ein haptisches Erlebnis: Beim Kassensturz am Weltspartag wird für Kinder Geld buchstäblich begreifbar“, betont Frank Dierolf.

Wie aber legen Eltern das ersparte Geld ihrer Kinder in Zeiten hoher Inflation, wo Geld Monat für Monat an Wert verliert, klug und umsichtig an? „Wer Erspartes erhalten und vermehren möchte, muss sein Geldanlageverhalten gründlich überdenken und Strategien gegen den Kaufkraftverlust entwickeln. Dabei kommen Anleger heutzutage an Wertpapieren kaum vorbei. Als einzige Sparform bieten gegenwärtig Wertpapiere eine Chance, die Inflation langfristig zu schlagen und somit die Kaufkraft des Vermögens zu erhalten“, gibt Frank Dierolf zu bedenken.

Seit einigen Jahren binden viele Kreditinstitute den Weltspartag in eine „Weltsparwoche“ ein – so auch die Kreissparkasse: Vom 28. Oktober bis zum 4. November gibt es besondere Aktionen und Angebote rund um die Themen Sparen und Vorsorge. Außerdem spendet die Kreissparkasse für jedes geleerte Sparschwein/Spardose fünf Euro für das Projekt „Kunsttherapie für emotional belastete Kinder und Jugendliche“ oder eines der anderen Projekte auf der Spendenplattform www.wirwunder.de/esslingen-nuertingen.

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