Zahngesundheit

Zuschuss bei Zahnersatz erhöhen

Die Kontrollen der Zähne müssen lückenlos und in das Bonusheft eingetragen sein. Foto: proDente e.V.
Die Kontrollen der Zähne müssen lückenlos und in das Bonusheft eingetragen sein. Foto: proDente e.V.

proDente. Regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt erhöhen den Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnersatz und sparen somit bares Geld. Voraussetzung: Die Kontrollen der Zähne müssen lückenlos und in das Bonusheft eingetragen sein. Für bestimmte Personengruppen übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Versorgung von fehlenden Zähnen sogar komplett.

Nehmen gesetzlich Versicherte regelmäßig einmal im Jahr Vorsorgeuntersuchungen für ihre Zähne beim Zahnarzt wahr und lassen dies in ihr Bonusheft eintragen, steigt der Zuschuss der Krankenkassen bei Zahnersatz: Sind im Bonusheft für Patienten jährliche Besuche über fünf Jahre beim Zahnarzt vermerkt, beträgt der Festzuschuss 70 Prozent einer medizinisch ausreichenden Versorgung (Regelversorgung) mit Zahnersatz anstelle von 60 Prozent ohne oder mit Lücken im Bonusheft. Haben Versicherte über zehn Jahre jedes Jahr eine Zahnarztpraxis zur Kontrolle ihrer Zähne besucht, setzt die Krankenkasse ihren Festzuschuss für Zahnersatz in Höhe von 75 Prozent an (Stand: Oktober 2020). Ein gut gepflegtes Bonusheft verringert somit den Eigenanteil der gesetzlich Versicherten. Kinder ab dem sechsten Lebensjahr und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr müssen für den Bonus zweimal im Jahr zum Zahnarzt. So können sie ihren gesetzlichen Festzuschuss erhöhen. Denn regelmäßige Vorsorge durch die zahnärztliche Kontrolluntersuchung ist ein wichtiger Beitrag für gesunde Zähne.

Das Zahnarzt Bonusheft kann auch nachträglich ausgestellt werden. Jeder Zahnarzt bewahrt Befunde und die Dokumentation der Behandlung über mindestens zehn Jahre auf. So kann der Zahnarzt, auch wenn das Bonusheft einmal verloren geht, anhand seiner Unterlagen ein neues Bonusheft für die zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen ausfüllen oder einen fehlenden Stempel ergänzen. Und schon mal gut zu wissen: Ab 2022 wird das Bonusheft für den Zahnarzt digital als App im Rahmen der elektronischen Patientenakte zur Verfügung stehen. So ist das Bonusheft per Smartphone immer mit dabei.

Die gesetzlichen Krankenkassen befreien Patienten von ihrem Eigenanteil, wenn dieser eine unzumutbare Belastung darstellt. Ab einer bestimmten Einkommensgrenze greift diese sogenannte Härtefallregelung. Für das Jahr 2021 beträgt die Einkommensgrenze beispielsweise für Alleinstehende 1.316 Euro monatliches Bruttoeinkommen. Wer knapp über dieser Grenze liegt, kann die Anwendung der Härtefallregelung von seiner Krankenkasse prüfen lassen. Für all diese finanziell schlecht gestellten Patienten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Behandlung im Rahmen der Regelversorgung komplett. Somit ist für diese Gruppe von Patienten die Regelversorgung zuzahlungsfrei.

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