Zweirad-Frühling

Expertentipp von Stephan Fischer, Radsport Fischer & Wagner

Expertentipp von Stephan Fischer, Radsport Fischer & Wagner. Foto: pr
Expertentipp von Stephan Fischer, Radsport Fischer & Wagner. Foto: pr

Die nächste Generation des Airbags für Radfahrer ist da: Vorbei die Zeiten, wo der Helm die Frisur ruinierte oder lästige Druckstellen hinterließ. Dieser Airbag wird einfach wie ein Schal um den Hals getragen. Die Idee dazu entstand 2005 in Schweden. Damals wurde im Zuge einer Gesetzesänderung diskutiert, ob es neben einer Helm- pflicht für Kinder auch eine für Erwachsene geben soll. Ihr Ziel war es, einen Helm zu entwickeln, der gerne getragen wird. Dabei lösten sie sich von dem konventionellen Gedanken der Helmschale, die auf dem Kopf sitzen muss und tüftelten an alternativen Konzepten. So entstand die Idee des Kopfschutzes, der um den Hals getragen wird und, ähnlich wie bei einem Auto, bei einem Unfall ein Airbag den Kopf schützt: Wenn die Sensoren eine Unfallbewegung registrieren, geht der Airbag auf. In 0,1 Sekunden ist der Airbag vollständig um den Kopf-, Hals- und Nackenbereich des Trägers gelegt, sodass man weich in ein Kissen fällt. Zudem sorgt der Airbag für eine Stabilisierung des kompletten Bereichs und schützt so vor schwerwiegenden Verletzungen.

Die Stanford University hat diesen Schutz getestet, mit dem Ergebnis, dass der sogenannte Hövding bis zu acht Mal sicherer als klassische Fahrradhelme ist. Mittlerweile konnte der Hövding mehrere Tausend Menschen bei einem Unfall vor schlimmeren Verletzungen bewahren. Das High-Tech-Produkt ist für das urbane Radfahren einschließlich E-Bikes bis 25 km/h vorgesehen.

Stephan Fischer von Radsport Fischer & Wagner OHG, Wollmarktstraße 31, Kirchheim unter Teck

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