Themenwoche: Auto

Selbsteinschätzung im Straßenverkehr

Gefahren erkennen und richtig handeln

Besonders im Regen Straßenverkehr ist eine wachsame Wahrnehmung essenziell. Foto: Pixabay

lps/AM. Schlechte Witterungsverhältnisse, hohes Verkehrsaufkommen, viele Fußgänger, Schnee, Eis und Glätte sowie riskante Überholmanöver und dichter Nebel sind Gefahren im Straßenverkehr. Jeder Autofahrer kennt diese Situationen und der Großteil von ihnen überschätzt seine Kompetenzen. Sich nur an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten ist in der Regel nicht genug, um wirklich sicher zu fahren. Das sogenannte “angepasste Fahren” ist der Schlüssel für sichere Fahrten - sowohl für sich selbst als auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Hierbei gilt es Gefahrensituationen zu erkennen, frühzeitig zu entschärfen und somit Unfälle zu vermeiden. Um das zu erreichen, muss man hin und wieder auf “sein Recht” verzichten. Nimmt man beispielsweise in einer Dreißiger Zone einen rasanten Fahrer von links wahr, sollte man anhalten und ihm die Vorfahrt überlassen. Trotz seiner Missachtung der allgemein gültigen Verkehrsregel `Rechts vor Links´, hat man mit konstruktiver Defensive einen Unfall vermeiden können. Autofahrer müssen stets mit allem rechnen, denn niemand kann in die Köpfe der anderen schauen. Besonders was sich im Kopf abspielt, ist zuweilen ebenfalls eine Gefahr. Denn viele Autofahrer unterschätzen die kognitiven Leistungen, die das Autofahren mit sich bringt. Schalten, steuern, Schilder lesen, andere Autos einschätzen und Fußgänger beachten sind nur fünf von zahlreichen Gegebenheiten. Das nimmt bereits eine große Kapazität ein. Hinzu kommen Gedanken aus dem Privat- und Arbeitsleben, die den Kopf füllen und schnell vom Verkehrsgeschehen ablenken. Darüber hinaus ist die Risikowahrnehmung vieler Autofahrer gering, da schwere Unfälle selten passieren. Es fehlen, hier glücklicherweise, die Erfahrungswerte. Deshalb gilt: Vorausschauend, aufmerksam und wenn nötig defensiv fahren.


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