Themenwoche: Auto

Sofort wieder hinters Steuer setzen

Eine Faustregel nach einem Autounfall

Wer zu lange wartet, traut sich oft nicht mehr hinter das Steuer. Symbolbild

lps/AM. Rasender Puls, geweitete Pupillen, angespannte Muskulatur und stockender Atem: So reagiert der menschliche Körper, nachdem er eine Gefahrensituation erkennt und intuitiv handelt. Quietschende Reifen, der feste Griff ums Lenkrad und die Hoffnung, die nächsten Sekunden glimpflich zu überstehen. Ein Autounfall ist mit erschreckenden Emotionen und unzähligen Eindrücken verbunden. Je nach Schwere des Unfalls müssen Unfallopfer sowohl medizinisch als auch psychologisch behandelt und betreut werden. Darüber hinaus ist es ratsam, sich schnellstmöglich wieder hinter das Steuer zu setzen. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird diese Hürde für die Betroffenen. Viele Menschen, die einen Autounfall erlebten, empfinden das Autofahren plötzlich als etwas Bedrohliches und Gefährliches. Abhängig von der Fahrerfahrung, der Schwere des Unfalls und des Nervenkostüms wird das Fahren eines Autos irgendwann zur mentalen Zerreißprobe. Die Betroffenen erleben die angstbesetzten Emotionen wieder neu, befürchten dem inneren Druck nicht standhalten zu können und geben oft auf. Sich möglichst bald wieder hinter das Steuer zu setzen ist zwar ein richtiger Ansatz, aber man sollte sich die Zeit nehmen, die man zu brauchen scheint. Ist bereits das Sitzen auf dem Fahrersitz beängstigend, kann man es zunächst dabei belassen. Allein die Position des Fahrers einzunehmen und nicht fahren zu müssen, kann schon wirksam sein. Indem man das nächste Mal den Motor startet, diese Situation auf sich wirken lässt, ihn wieder abschaltet und das Fahrzeug verlässt, kann der Verarbeitung helfen. Der Stress baut sich sukzessive ab. Zu gegebener Zeit fährt man eine kurze Strecke in einer ruhigen Gegend. Entscheidend ist, wieder Vertrauen zu sich selbst zu finden, um stressfrei auf vier Rädern unterwegs zu sein.


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