Themenwoche: Der gute Rat

So klappt’s mit dem Autokauf

Ein neuer Wagen ist Anschaffungswunsch Nummer eins bei den deutschen Sparern. Symbolbild
Ein neuer Wagen ist Anschaffungswunsch Nummer eins bei den deutschen Sparern. Symbolbild

BdB. Das eigene Auto – Traum vieler Bundesbürger. Eine Umfrage der norisbank hat ergeben, dass ein neuer Wagen Anschaffungswunsch Nummer eins der deutschen Sparer ist. Doch damit der Traum nicht zum finanziellen Alptraum wird, erklären die Verbraucher Redaktion des Bundesverbands deutscher Banken, was man über Finanzierung, Leasing und Co. wissen sollte.

Wer bar zahlt, erhält oft ­Rabatt
Neuwagen kann natürlich nicht jeder aus der Portokasse bezahlen. Lohnen könnte es sich trotzdem: Wer bar zahlt, kann beim Autohändler Rabatte aushandeln – laut dem Portal Finanzheldinnen.de sind bis zu 14 Prozent beim Kauf eines Neuwagens möglich.

Kredit direkt beim Auto­händler oder bei der Bank?
Wer seinen neuen Wagen lieber in Raten bezahlen möchte, hat die Möglichkeit, einen Kredit in Anspruch zu nehmen. Die Deutschen haben so 2017 beispielsweise 44 Prozent der Gebrauchten und 51 Prozent der Neuwagen finanziert. Viele Autohändler bieten günstige Konditionen an. Man kann aber auch die Kreditangebote von Banken prüfen, denn nicht immer ist der Kredit des Händlers der beste. Außerdem könne man mit einem Bankkredit beim Kauf wie ein Barzahler auftreten und Rabatte aushandeln.

Leasing: eine sinnvolle ­Alternative?
Leasing ist bei den autobegeisterten Deutschen nicht die erste Wahl: 2017 wurden lediglich 17 Prozent der Neuwagen geleast. Gerade für Selbständige und Gewerbetreibende ist Leasing als Alternative zum konventionellen Autokauf aber eine Überlegung wert.

Beim Leasing zahlt man monatliche Raten, je nach Vertrag mit oder ohne Anzahlung. Das Auto steht Ihnen für eine vorab vereinbarte Laufzeit zur Verfügung – meist zwei bis vier Jahre. Danach können Sie den Wagen zurückgeben oder zum Restwert kaufen. Außerdem müssen Sie sich vorab für eine Variante entscheiden: Restwertleasing oder Kilometerleasing. Bei Ersterem ist es sehr wichtig, das Auto gut zu pflegen; bei Letzterem gilt es vorab, die notwendigen Kilometer realistisch einzuschätzen. Sonst drohen hohe Zusatzkosten.

Wichtig zu wissen: Privatleute können Leasingraten nicht von der Steuer absetzen – das kommt nur bei einer überwiegend geschäftlichen Nutzung des Autos in Betracht. Wenn Sie Freiberufler oder Unternehmer sind, sollten Sie vorher Ihren Steuerberater fragen, ob kaufen oder leasen in Ihrem konkreten Fall sinnvoller ist.

An wiederkehrende und ­unerwartete Ausgaben denken
Wer sich nicht sicher ist, ob Sie sich ein eigenes Auto überhaupt leisten kann, sollte aber daran denken: Bei den Anschaffungskosten allein bleibt es nicht. Versicherung, Sprit, Wartung und Steuer sind wiederkehrende Ausgaben und unerwartete Reparaturen können zusätzlich zu Buche schlagen. Als Faustregel gilt: Die gesamten Ausgaben fürs Autofahren sollten nicht mehr als 25 Prozent des verfügbaren Einkommens betragen.

Anzeige