Themenwoche: Generationenratgeber

Einschnitt Rentenbeginn

lps/Cb. Spätestens ab der sechsten Lebensdekade denken viele über das Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben nach. Man sieht eine soziale, psychische und vor allem wirtschaftliche Umbruchsituation auf sich zukommen. Heute bedeutet Rente und Pensionierung einen nicht zu unterschätzenden Rückgang der Einnahmen, der mit wenigen dann wegfallenden Kosten nicht kompensiert werden kann. Außerdem befriedigt die berufliche Tätigkeit nicht nur finanzielle Bedürfnisse. Verantwortung, Selbstbestätigung und Anerkennung, Kreativität, Kontakte und ein fester Tagesrhythmus fallen mit dem „Ruhestand“ plötzlich weg. Der Kontakt zu Kollegen wird geringer oder hört auf. Deshalb gilt, bereits lange vor dem Ausstieg aus dem Beruf einen neuen Tagesrhythmus zu finden. Wichtig ist es, soziale Netzwerke zu nutzen und auch neue Kontakte zu knüpfen, an Pflegesituationen zu denken. Richtlinien für den optimalen Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben kann es kaum geben, dazu hat sich die Gesellschaft schon zu stark gewandelt. Rollendefinitionen haben sich geändert, auch ältere Menschen bleiben sozial und körperlich länger aktiv. Ein freiwilliges, selbstbestimmtes Aussteigen durch Vorruhestandsregelungen kann den harten Übergang abfedern. Viele wünschen sich und finden ehrenamtliche Tätigkeiten.


Anzeige