Themenwoche: Generationenratgeber

Mehrgenerationenhaus

Früher und heute

lps/Bi. Früher war es normal, dass mehrere Generationen unter einem Dach lebten. Großeltern und Urgroßeltern kümmerten sich um die Kinder, während die Eltern arbeiteten. Wiederum wurden ältere Familienmitglieder auch im hohen Alter stets umsorgt. Dies ist mit der Zeit jedoch eher selten geworden. Mittlerweile erleben Wohnarrangements mit verschiedenen Altersgruppen wieder eine Renaissance, da sie viele Vorteile mit sich bringen.

Ein Grund, sich ein Haus oder eine große Wohnung zu kaufen, in denen nicht nur der engste Familienkreis Platz findet, sondern auch weitere Menschen, ist die Suche nach einer familiären Bindung. Bei den Mitbewohnern muss es sich nicht zwangsläufig um Blutsverwandte handeln. Mehrgenerationenhäuser verfolgen auch eine soziale Idee, mit dem Hintergrund, dass sich Menschen wieder umeinander kümmern und einander zuhören. Auch bieten Mehrgenerationenhäuser einen Lösungsweg in Zeiten des knappen Wohnraums. Besonders ältere Menschen sind zudem mit dem Umstand meist nicht glücklich, allein in einer zu großen Wohnung oder Haus zu leben. Für ein Seniorenheim fühlen sie sich noch zu jung, allerdings haben sie niemanden, mit dem sie ihr Leben teilen können.

Ein weiterer großer Vorteil ist das Familienleben. Häufig sehen Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder nur an Feiertagen oder Geburtstagen. Wohnt man gemeinsam in einem Haus, wird wieder vermehrt Kontakt hergestellt. Ältere Menschen, die sonst Gefahr laufen zu vereinsamen, haben so wieder die Gesellschaft ihrer Liebsten um sich.

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