Themenwoche: Generationenratgeber

Wenn die Seele schwer ist

Wenn die Seele schwer ist
Psychotherapeutische Sitzungen finden in einem angenehmen Ambiente statt. Symbolbild

lps/Jv. Bei nachlassender Sehkraft wendet man sich an einen Augenarzt. Nach eingehender Diagnostik wird dort zu einer Brille geraten, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Beim Optiker sucht man sich ein passendes Modell aus. Die gute Sicht ist wieder hergestellt. Anders verhält es sich mit der Psyche. Bei Problemen, welche die Seele belasten, genügt nicht ein einzelner Termin. Psychische Probleme sind langwieriger Natur, weil sie sich im Laufe des Lebens verfestigt haben.

Die Rückschau auf die erste Lebenshälfte kann Phasen der Melancholie aufzeigen. Gegebenenfalls war man in den vergangenen Jahren geplagt von wiederkehrenden Ängsten und Zweifeln. Manchmal waren diese schlechten Stimmungen weniger zu spüren, aber zu anderer Zeit fühlten sie sich an wie ein tosender Sturm, der in der Seele wütete und einfach nicht abklingen wollte. Es kann sein, dass diese seelischen Zustände auf jahrelanger Verdrängung basieren. Bei einigen führen diese Verdrängungen im Alter sogar zu psychosomatischen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Herzrasen, Ohrengeräuschen oder Magenproblemen.

Heutzutage ist es kein Tabuthema mehr, wenn man sich um seine Psyche kümmert. Diese Psychohygiene ist durchaus facettenreich. Jeder entscheidet individuell, welche Angebote er zur Steigerung des seelischen Wohlbefindens annehmen mag. Ein Beratungstermin beim Psychologen oder Psychotherapeuten gibt Aufschluss über den persönlichen Bedarf. Ebenso könnten beim Meistern persönlicher Probleme Heilpraktiker unterstützend tätig werden.

Buchhandlungen bieten eine breite Auswahl an Ratgeberliteratur, falls man sich zunächst auf behutsamere Art an die psychologischen Bewältigungsstrategien herantasten möchte.

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