Themenwoche: Gesundheit & Freizeit

Hast du heute schon gelebt?

pm. In der Corona-Krise zeigt sich die Natur immer intensiver und stärker von ihrer „lauten“ Seite: Vögel singen so viel und laut wie schon langen nicht mehr. „Spätesten jetzt wird vielen klarer, dass Zerstreuung, Konsum, Anhäufung von materiellen Dingen und Gütern, in einem Maß, welches nichts mehr mit der Befriedigung von Bedürfnissen zu tun hat, nicht die Zukunft sein kann. Es dient eher als Ersatzbefriedigung und führt anstatt zu Lebensfreude, Zufriedenheit und Lebenslust viel mehr zu Lebensfrust“, weiß Yvonne Steidle von MBSR-Herzklang.

Welche Rolle spielt hierbei die Achtsamkeit?

„Durch den Weg, die Praxis der Achtsamkeit ist ein neuer Ansatz für unser Leben, ökologisches Bewusstsein und Handeln möglich“, erklärt Yvonne Steidle. Ohne erhobenen, mahnenden Zeigefinger, ohne Moral zu zeigen, ohne weitere Angst und Sorge zu schüren. Mit Achtsamkeit beginne man den Blick auf „Anderes“ zu lenken, auf etwas, dass bei oberflächlicher Betrachtung erstmal gar nicht ersichtlich ist. „Etwas, das von der lauten, lärmenden Welt zumeist in den Hintergrund verdrängt wird, was somit unscharf wird und wir es vielleicht ganz aus unserem Fokus verlieren - der Blick auf das Schöne, auf all das was gut ist in unserem Leben ist. Ja, wir brauchen diesen Blick, mehr denn je, und zwar nicht um uns zu beruhigen oder zu beschwichtigen, sondern um uns zu besinnen“, so Steudle.

Wie wirken sich Achtsamkeit und Meditation dabei aus?

Bei einem Achtsamkeits- oder MBSR-Kurs erlernen die Teilnehmenr, Schritt für Schritt mehr Bewusstheit ins Leben zu bringen und um zu erkennen, was im Leben wirklich zählt: Innehalten, Entschleunigung, Bewusstsein, Stille - in der Stille zeigt sich oft was wirklich wichtig ist - was wahrhaft zählt. „Es kann sehr lohnenswert sein, sich mit diesen zentrale Fragen, zu beschäftigen.“ Weitere Infos unter www.mbsr-herzklang.de.

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