Themenwoche: Gesundheit & Freizeit

Lawinenkunde

Wie verhalte ich mich richtig und welche Ausrüstung ist mitzuführen?

Schneebrücken aus Stahl und dichter Wald zum Schutz vor Lawinen.

lps/Lf. Massen von Schnee oder Eis, die sich von Berghängen ablösen und zu Tal gleiten, werden als Lawinen bezeichnet. Dabei gibt es Lawinenwarnstufen von eins bis fünf, wobei letztere Stufe sehr ungünstige Verhältnisse darstellt und ein Verzicht empfohlen ist. Zu den Lawinen-Schutzmaßnahmen zählen zum Beispiel, dass man keinesfalls alleine unterwegs sein sollte. Er oder sie kann zudem regelmäßig Schulungen von Skischulen (DSV) besuchen und versuchen, weiten Abstand zu anderen Snowboardern beziehungsweise Skifahrern auf gefährdeten Hängen einzuhalten. Eine wesentliche Rolle spielt vor allem im Alpenraum ein hochstämmiger und dichter Wald. Er verhindert Lawinenrisse und große Triebschneeansammlungen. Ist die Situation nichtsdestotrotz eingetreten, versucht man am besten auf beiden Beinen zu bleiben und sich quer aus der Lawine heraus zu steuern. Wichtig ist, sich von Stöcken und Brettern rechtzeitig zu trennen, damit die Gefahr verringert wird, sich in den Schlaufen zu verhaken und tiefer verschüttet zu werden. Mit Schwimmbewegungen versucht man sich an der Oberfläche der Lawine zu halten, bevor der verdichtete Schnee zum Stillstand kommt und man keinen Bewegungsspielraum mehr hat. Zusätzlich nimmt er oder sie eine Stellung in der Hocke ein, indem die Arme vor der Brust und die Hände als Atemhohlraum vor Mund und Nase platziert werden. Ein Lawinenrucksack mit ABS, ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS), sowie Sonde und Schaufel gehören zur Ausrüstung von sogenannten „Freeridern“ oder auch „Off-Piste-Fahrern“. Es gibt fünf Arten von Lawinen zu unterscheiden: Staub-, Schneebrett-, Nassschnee-, Gleitschnee- und Lockerschneelawinen. Erstere ist die gefährlichste Lawinen-Art, die meistens eine Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometer erreicht.


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