Themenwoche: Rund ums Haus

3D-Naturkino mit freiem Eintritt

Ein Wintergarten schafft es, den Tag auf natürlichem Wege zu verlängern. Foto: VFF/TMP
Ein Wintergarten schafft es, den Tag auf natürlichem Wege zu verlängern. Foto: VFF/TMP

pm. Wer hart arbeitet, möchte in seiner Freizeit möglichst unbeschwert relaxen und den Tag in Ruhe Revue passieren lassen. Ein gemütliches Wohnzimmer bietet dafür die passende Gelegenheit. Während dieser Raum allerdings im Frühjahr, Herbst und Winter relativ schnell im Dunklen liegt, schafft es ein daran angegliederter Wintergarten, den Tag auf natürlichem Wege zu verlängern. „Zusätzlich bietet der Wintergarten ein kostenloses 3D-Naturkino mit bestem Wohnkomfort und freiem Eintritt“, so der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Wintergärten gibt es in drei Materialvarianten: Aus Holz, Metall oder Kunststoff bzw. aus Kombinationen dieser Stoffe. Allen gemein ist eine moderne Wärmedämmverglasung, wodurch der Wintergarten gleichwertig eines zusätzlichen Zimmers genutzt werden kann. Dazu kommt eine ausgewogene Kombination von weiterer Dämmung, Lüftung, Sonnenschutz und Heizung - je nach geplanter Verwendung.

Diverse Ausstattungsvarianten für den individuellen Bedarf

Für die passende Temperatur im 3D-Naturkino sorgen außen oder im Scheibenzwischenraum installierte Jalousien und eine auf dem Glasdach angebrachte Markise. Die exklusivste Variante sind schaltbare Verglasungen: Bei ihnen wird mittels einer elektrischen Spannung eine Scheibenabdunkelung in mehreren angenehmen Blautonstufen erreicht. Die Durchsicht des Glases bleibt dabei jederzeit erhalten. „Mit der Beschattung werden nebenbei auch unerwünschte Einblicke verhindert und die Privatsphäre geschützt“, erklärt Tschorn. Für noch mehr Komfort sorgt die passende Automation: Eine heute bereits ganz übliche automatisierte Beschattung mit Wind-, Regen- und Sonnensensoren und auf Wunsch eine Zeitschaltung erhöhen den Wohnkomfort zusätzlich. Auch die Natur kann beim Thema Beschattung helfen: Stehen vor dem Wintergarten einige größere Laubbäume, ist bereits ein perfekter, natürlicher Sonnenschutz vorhanden. Sobald es dann draußen kälter wird, die Bäume kein Laub mehr tragen und die Sonne tiefer steht, können die Sonnenstrahlen zur Erwärmung des Wintergartens genutzt werden. „Dafür muss nur der Sonnenschutz geöffnet und die schaltbare Verglasung deaktiviert werden. Die gewonnene Wärme kann dann auch für das restliche E­igenheim genutzt ­werden“, so Tschorn.

Für frische Luft und weiteren Komfort sorgen neben diversen Fenster-, Türen- und Dachelementen einfach bedienbare Lüftungen. Diese Öffnungs- oder Lüftungsvarianten machen den Wintergarten zu einem exklusiven Wohnraum mit ganzjährigem Anschluss an die Natur, besonders wenn die Bedienung mit Motoren mittels automatisierter Steuerung durch Außen- und Innenfühler erledigt wird. Bei der unkomplizierten Reinigung des Wintergartens hilft selbstreinigendes Glas. Das Thema Sicherheit sollte bei der Entscheidung für einen Wintergarten ebenfalls eine Rolle spielen: Ist der Hausbewohner durch Gartenarbeit abgelenkt, können Langfinger unbemerkt die Gelegenheit nutzen, ins Haus einzudringen. Abschließbare und von außen bedienbare Elemente verhindern dies wirksam.

Der Expertentipp

„Für die Errichtung eines Wintergartens ist in der Regel eine Genehmigung der Baubehörde notwendig. Außerdem kann das Einverständnis des Nachbarn notwendig sein, wenn der Wintergarten nah an der Grundstücksgrenze erbaut werden soll. Die Alternative ohne Heizung, aber mit vergleichbarer Ausstattung, ist der ‚Sommergarten‘. Dieser verlängert die schönen Frühlings-, Sommer- und Herbsttage. Er lässt sich meist an mehreren Seiten öffnen bzw. schließen und schützt so vor Wind und Regen - eine sinnvolle Variante des Wintergartens.“

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