Themenwoche: Rund ums Haus

Das begrünte Dach

Anlieferung von Substrat zur Dachbegrünung.Foto: Busche
Anlieferung von Substrat zur Dachbegrünung.Foto: Busche

lps/Cb. Bei Dachbegrünungen unterscheidet man extensive und intensive Begrünungen. Sie erfordern unterschiedliche Aufbauten der Funktionsschichten wegen der statischen Anforderungen. Wer das Dach in ein kleines Biotop verwandelt, verbessert auch das Mikroklima. Statiker und Architekten können die maximal zulässige Gewichtslast errechnen. Grundsätzlich kommen alle Dachformen in Betracht, sofern die Neigung 35 Grad nicht übersteigt. Wichtig ist die wurzelfeste Abdichtung unter der Bepflanzung.

Für die extensive Dachbegrünung werden oberhalb der Abdichtung dünne Schichten Pflanzsubstrat auf das Dach gebracht. Man begrünt es mit widerstandsfähigen Sedumpflanzen und verschiedenen Gräsern, die im jahreszeitlichen Wechsel unterschiedliche Farben präsentieren und für kleine Lebewesen ein willkommener Lebensraum sind. Eine extensive Begrünung bringt ein vergleichsweise geringes Zusatzgewicht auf das Dach. Die Belastung entspricht etwa dem Gewicht der sonst als Auflast üblichen Kiesschicht. So eine Begrünung eignet sich deshalb besonders gut für die Sanierung vorhandener Dachflächen wie etwa Garagen. Extensivbegrünungen sind kostengünstig und pflegeleicht. Intensive Begrünungen unterscheiden sich optisch kaum von üblichen Gartenbepflanzungen. Vom Teich bis zu kleinen Bäumen ist auf einem Intensiv-Gründach vieles möglich. Das Dach soll für solche schweren Lasten, die sich durch Regen noch verstärken, geeignet sein. Eine anspruchsvolle Gestaltung mit blühenden Pflanzen und vielen Details erschließt einen schönen Lebensraum. Deshalb ist auch intensivere Pflege notwendig, hauptsächlich bezüglich der Bepflanzung, weniger bezüglich des Daches selbst. Dachbegrünungen verbessern die Luftqualität, dämpfen Lärm und schützen das Dach vor Witterungseinflüssen.


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