Themenwoche: Rund ums Haus

Im Wohlfühlmodus - Beton reguliert die Raumtemperatur und hilft beim Energiesparen

Kuschelzeit: Bewohner eines Betonhauses profitieren von der hohen Wärmespeicherkapazität des natürlichen Materials. Foto: HLC/BetonBild

HLC. Im Winter wird’s kuschelig! Während draußen die Schneeflocken vom Himmel rieseln, genießen wir drinnen wohlige Wärme. Ganz ungetrübt ist dieses Glück jedoch nicht. Denn: Heizen ist teuer! Aus diesem Grund ist es wichtig, sich bei der Planung des Eigenheims für den richtigen Baustoff zu entscheiden. Beton etwa kann dazu beitragen, Energie und bares Geld zu sparen. Wie das? Die natürliche Mischung aus Sand, Wasser, Kies und Zement weist eine hohe Rohdichte auf und verfügt über eine hervorragende Wärmespeicherkapazität. Das bedeutet, Wände, Decken und Böden aus Beton nehmen wertvolle Heizwärme auf und geben diese wieder ab, wenn die Raumtemperatur sinkt, also z. B. in der Nacht, wenn die Heizung gedrosselt wird. So bleibt das Wohnklima stabil und der Energieverbrauch sinkt – das freut Umwelt und Geldbeutel! Werden die Heizungsrohre bei einem Neubau direkt in die massive Geschossdecke verlegt, lässt sich übrigens noch mehr sparen. Denn die abstrahlende Wärme der Rohrleitungen wird von dem Betonbauteil aufgenommen und erst nach und nach an die Raumluft abgegeben. Die sogenannte Betonkernaktivierung, die nach dem Kachelofenprinzip funktioniert, ist besonders effizient, wenn innovative Heizsysteme wie beispielsweise eine Wärmepumpe in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage für die Eigenstromversorgung zum Einsatz kommen. Im Sommer läuft das Verfahren umgekehrt ab: Durch die Rohre wird kaltes Wasser geleitet, das den Betonbauteilen die Wärme entzieht. So wird verhindert, dass sich die Wohnräume aufheizen.


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