Themenwoche: Rund ums Haus

Lebenstraum Eigenheim

Für viele Menschen sind die eigenen vier Wände ein ­Lebenstraum. Foto: Jörg Bächle
Für viele Menschen sind die eigenen vier Wände ein ­Lebenstraum. Foto: Jörg Bächle

IVD. Für viele Menschen sind die eigenen vier Wände ein Lebenstraum. Laut einer Umfrage des Immobilienverbands Deutschland IVD ziehen rund 75 Prozent der Deutschen Wohneigentum der Mietwohnung vor. Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind dank günstiger Kreditzinsen nach wie vor vielerorts erschwinglich - trotz der Erwerbsnebenkosten, die neben dem eigentlichen Kaufpreis fällig werden. Der Immobilienverband Deutschland IVD gibt einen Überblick über die Nebenkosten.

Was sind Kaufnebenkosten?

Kaufnebenkosten sind Kosten, die für Notar und Grundbuch anfallen sowie die Grunderwerbsteuer. Zusammengenommen muss man bei den Kaufnebenkosten mit circa 5,5 bis 8,5 Prozent des Kaufpreises rechnen. Diese müssen fast immer mit Eigenkapital bestritten werden. Lediglich in Ausnahmefällen sind Banken bereit, auch die Kaufnebenkosten mit einem Darlehen zu finanzieren. Dafür muss der Kreditnehmer eine außerordentlich gute Bonität nachweisen können und höhere Zinsen akzeptieren.

Notar und Grundbuchkosten

Kein Kauf ohne Notar - daher führt kein Weg an den Notarkosten vorbei. Sie sind fester Bestandteil der Kaufnebenkosten. Im Regelfall werden die Notargebühren sowie die Grundbuchkosten zusammengeführt und über den Notar abgerechnet, da dieser auch die Eintragung ins Grundbuch veranlasst. Notar- und Grundbuchkosten betragen etwa 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist bei jedem Immobilienkauf zu entrichten. Die Steuersätze sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, da die von den Bundesländern festgesetzt werden. und betragen zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. In Baden-Württemberg sind es aktuell 5 Prozent. Sie wird fällig, nachdem der Notar das Finanzamt über den Abschluss des Kaufvertrags informiert und das Finanzamt den Käufer zur Zahlung der Grunderwerbsteuer aufgefordert hat. Nach Zahlung der Steuer schickt das Finanzamt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung an den Notar. Ein Eigentümerwechsel ist nur mit dieser Bescheinigung rechtlich möglich.

Anzeige