Themenwoche: Rund ums Haus

Neue Fenster und Türen schaffen ein sicheres Eigenheim

VFF. Wer sich dazu entscheidet, mit neuen Fenstern sein Eigenheim sicherer zu machen, dem stehen drei Fördermöglichkeiten zu Verfügung. Man kann erstens 20 Prozent der Kosten direkt von der Steuerschuld nach § 35c EStG im Rahmen einer Fachunternehmerbescheinigung absetzen. Zweitens kann ein Tilgungszuschuss von 20 Prozent mit einer Darlehensfinanzierung beantragt werden (KfW-Programm 151/152). Und drittens gibt es das KfW-Programm 430: 20 Prozent stehen hier als direkter Investitionszuschuss zur Verfügung.

„Die neuen einbruchhemmende Fenster nach Widerstandsklasse RC2 müssen einen guten Wärmedämmwert von mindestens 1,1 W/m²K oder besser aufweisen“, wie Lange betont. Zudem ist es erforderlich, für Planung, Antragstellung und Durchführung bei KfW-geförderten Vorhaben vorab immer einen unabhängigen Sachverständigen für „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ aus der Energieeffizienz-Expertenliste ein-zubinden. Dieser wird nach dem KfW Programm 431 bezuschusst.

KfW-Programm 455-E

Gefördert werden mit dem Programm bauliche Maßnahmen an der Wohnimmobilie, beispielsweise der Einbau einbruchhemmender Eingangstüren oder deren Nachrüstung. Diese Türen müssen mindestens die Widerstandsklasse RC2 aufweisen - was auf jeden Fall sinnvoll ist, erklärt der Verbandsfachmann. „RC steht für Resistance Class, also Widerstandsklasse. Eine RC1-Tür bietet nur einen einfachen Grundschutz. RC2-Türen dagegen leisten auch dann wirksamen Widerstand, wenn ein Einbrecher mit Schraubendreher oder einer Zange versucht einzudringen.“ Darüber hinaus werden durch das Programm auch geprüfte Nachrüstsysteme für Fenster-, Balkon- und Terrassentüren bezuschusst. Zum Beispiel Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, abschließbare Fenstergriffe oder Pilzkopfverriegelungen. Ganz wichtig ist: Alle Arbeiten müssen von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Die Kriminalpolizei bietet eine Auflistung von qualifizierten und zertifizierten Anbietern von einbruchhemmenden Fenstern sowie kostenlose Beratungen.

Maximal 15.000 Euro

Im Rahmen des KfW-Programms 455-E können 10 bis 20 Prozent der Kosten gefördert werden und maximal 1.600 Euro Zuschuss pro Antrag ausgezahlt werden. Für einen besseren Einbruchschutz sind es 20 Prozent der förderfähigen Kosten für die ersten 1.000 Euro. Darüber hinaus sind es noch 10 Prozent. 500 Euro müssen die Kosten mindestens betragen - die Obergrenze beträgt 15.000 Euro. Um den Zuschuss zu beantragen, hat die Förderbank ein eigenes Zuschussportal eingerichtet. Wichtig: Erst nachdem Sie den Antrag gestellt haben, sollte man mit den Maßnahmen zum Einbruchschutz beginnen beziehungsweise den Kaufvertrag unterschreiben. Antragsberechtigt sind private Eigentümer oder Ersterwerber eines Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Wohnung sowie Mieter allgemein.

Anzeige