Themenwoche: Rund ums Haus

Sonnenenergie aus dem Gartenzaun

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Energiezaun als Alternative zu Erdbohrungen

Auch schneereiche Winter oder kalte Tage können dem Energiezaun nichts anhaben: Er speichert die Sonnenwärme im Erdreich und legt so einen Wärmevorrat an. Foto: HLC/Hautec

HLC. Kostenlose, im Boden gespeicherte Sonnenenergie mithilfe einer Sole-Wasser-Wärmepumpe zum Beheizen des eigenen Heims und zur Warmwasserversorgung zu nutzen, ist nicht nur umweltfreundlich, sondern macht auch unabhängig von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Sole-Wasser-Systeme sind speziell für Einfamilienhäuser entwickelt worden, wo sie die in der Umwelt gespeicherte Energie besonders wirtschaftlich und effektiv umsetzen. Mit einer Heizungsvorlauftemperatur bis 63 Grad Celsius eignen sie sich insbesondere auch für den Einsatz im Bestand, wenn nicht auf ein Niedertemperatursystem umgestellt werden kann. Um die erzeugte Wärme zu erhöhen, bedarf es eines Kältemittels in der Sole-Wasser-Wärmepumpe, das verdampft und komprimiert wird. Hersteller verwenden dazu das natürliche Kältemittel R290, das für die Umwelt absolut neutral ist und hohe Effizienzwerte erreicht. Jedoch sind Sole-Wasser-Wärmepumpen nicht überall möglich, da für die Bohrung von Erdwärmesonden Genehmigungen eingeholt werden müssen und für den Betrieb oft große Flächen erforderlich sind, die nicht bebaut werden können. Hier bietet sich ein innovativer Energiezaun als kostengünstige Alternative an. Er ist genauso leistungsfähig wie Erdkollektoren oder Erdsonden, dabei aber viel platzsparender. Der Energiezaun fängt Sonnenwärme oberhalb der Erdoberfläche ein, speichert sie aber im Erdreich unter der Oberfläche. So sammelt sich ein Wärmevorrat für nachts oder kalte Tage. Als Gartenzaun aufgestellt ist er sogar bepflanzbar! Im Bestand ist der Energiezaun überdies als Austausch einer Öl- oder Gasheizung interessant


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