Themenwoche: Rund ums Haus

Wintergarten

Wintergärten vergrößern den Wohnraum und verbinden ihn mit der Natur.Symbolbild
Wintergärten vergrößern den Wohnraum und verbinden ihn mit der Natur.Symbolbild

lps/Cb. Moderne Wintergärten, die als ausgezeichnete Klimapuffer wirken, haben längst die althergebrachten Vorbauten aus der Kaiserzeit abgelöst. Großflächige Fenster fangen die Sonnenstrahlen wie in einer Wärmefalle ein. Lüftungssysteme leiten überschüssige Wärme im Sommer wieder ins Freie. Wintergärten vergrößern den Wohnraum und verbinden ihn mit der Natur, denn man kann schon im Frühjahr vor der Witterung geschützt den ersten Gartenblühern und blühenden Sträuchern näher sein.

Frostempfindliche Pflanzen kann man im Wintergarten schadlos überwintern. Schon vor Jahrhunderten schätzten Adelige und gut Betuchte Orangerien, in denen empfindliche Pflanzen wie Apfelsinen- oder Zitronenbäumchen und Palmen in der kalten Jahreszeit untergebracht wurden. Solche Orangerien ­dienten allerdings nicht ­Wohnzwecken. Trotzdem kann man im Wintergarten die Atmosphäre einer Orangerie oder eines fürstlichen Gewächshauses nachempfinden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen Wintergärten im klassischen Stil als Anbau von Bürgerhäusern und Ferienpensionen am Meer oder in den Bergen in Mode. Ein Wintergarten empfiehlt sich als Anbau für die Ost-, West- oder Südseite des Hauses. Modernes Funktionsglas in Kombination mit Sonnenschutzglas oder mit fest installierten Verschattungen sowie moderne Belüftungstechnik machen den Wintergarten für die Familie im ganzen Jahr nutzbar. Vor der Planung eines neu zu errichtenden Wintergartens ist unbedingt zu prüfen, ob der geltende Bebauungsplan oder eine Ortssatzung die Errichtung eines Wintergartens ermöglicht. Bei Unklarheiten sollte man mit der zuständigen Baubehörde sprechen. Anders als bei Terrassenüberdachungen sind Wintergärten als feste Verbindung mit dem Gebäude fast immer genehmigungspflichtig.


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