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4000 Besucher genossen das Festival-Feeling

15 Jahre gab es im „Buch“ zwischen Unterlenningen und Brucken im Sommer Freiluft-Lichtspiele. Die letzten Filme liefen im Juli 2009. Cineasten bekamen anspruchsvolles Kino geboten. Nach der Devise „weniger ist mehr“ hatten Klaus Nägele und Martin Böhm 1994 ihr Non-Kommerz-Kino gestartet. So wurde die Leinwand von einer Bekannten selbst genäht.

Über 4000 Besucher „erlagen dem unwiderstehlichen Charme des kommunalen Kinos im Grünen“, so stand es am 21. Juli 2009 zum Abspann des Open-Air im Teckboten. Bei „Good bye, Lenin!“ kamen 350 Leute. Damit stießen die Organisatoren an ihre Grenzen. Ein anderes Mal verteilte ein Sturm das ganze Equipment auf dem Festplatz.

Große Kinogefühle im Schlafsack, auf Wolldecken oder Campingstühlen, umgeben von Fackeln, brennenden Fässern und Lichterketten - in all den Jahren war pures Festival-Feeling angesagt.

Das alternative Projekt lebte auch von den Menschen, die bereit waren, mitzuhelfen. Alle gehörten zum Freundeskreis der Organisatoren. Die „Kinofamilie“ einte die Begeisterung, an etwas Besonderem mitzuarbeiten. Bevor die Haare der „Macher“ immer grauer wurden und die Sorge um Besucherzahlen und Wetter die Freude am Kinoereignis überschatteten, hörten sie aber lieber auf.

In die letzte Runde ging das Freiluft-Event damals Ende Juli 2009 mit dem Kinohit „Der Vorleser“, der Bestsellerverfilmung „Illuminati“ und dem „Knochenmann“. ank

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