Lokale Kultur

440 junge Leute stellen sich der JuryInfo

Musikschule Ostfildern hat am Wochenende den 51. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ veranstaltet

Ostfildern. „Ich spiele schon seit sieben Jahren Fagott“, erzählte der elf Jahre alte Jonah Moosmann. Er war einer von 440 jungen Musikern, die

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am Wochenende in Ostfildern beim 51. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ ihr Können zeigten. Bereits zum dritten Mal richtete die Musikschule Ostfildern den Wettbewerb für die Landkreise Esslingen, Göppingen und Rems-Murr aus. Drei Tage lang herrschte Hochbetrieb im Stadthaus, in der Musikschule, im Theater an der Halle und am Sonntag im Heinrich-Heine-Gymnasium.

Pünktlich um 11.10 Uhr traten Jonah Moosmann, Gerrit Bönisch und Daniel Hörmann vor die Jury im voll besetzten Bewegungssaal des Stadthauses. Die drei Fagottisten spielten in exakt zwölf Minuten Stücke von Speer, Castil-Blaze und Warner-Buhlmann. Sie ernteten am Ende begeisterten Applaus und ein fröhliches Lächeln von den Juroren. „Ein bisschen aufgeregt waren wir davor schon, aber es ging eigentlich“, verriet Jonah. „Und am Ende freut man sich natürlich, wenn die Leute begeistert sind.“ An einem Tag der offenen Tür in der Musikschule vor mehr als sieben Jahren hatte Jonah zum ersten Mal den Klang eines Fagotts gehört und sich sofort für die tiefen, warmen Töne begeistert. Ein Jahr lang haben die drei Fagottisten nun für den Wettbewerb geübt. „Es hat viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt“, sagte Gerrit.

Schon früher am Vormittag hatten sich Katharina Vogler, Hannah Moldaschl und Lara Schulz der Wertung der Jury gestellt. Sie traten ebenfalls in der Altersgruppe III an, allerdings mit Querflöten. Die Mädchen waren sehr zufrieden mit ihrem Spiel. „Wir hatten heute einen echt guten Tag“, fand Katharina. Zum Auftritt hatten sie Großeltern, Eltern und Freunde mitgebracht. Bereits bevor die Wertung bekannt wurde, haben sie viel Lob bekommen. „Es macht Spaß, wenn man hört, es klappt und man am Ende weiß, das hat man gut gemacht“, sprach Katharina auch für ihre Mitspielerinnen.

Jedes Jahr werden beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ andere Schwerpunkte gesetzt. Solistische Wettbewerbe gab es in Ostfildern in diesem Jahr in den Kategorien Klavier, Harfe, Gesang und Drumset. Außerdem traten Streicher- und Holzbläserensembles an, jeweils mit gleichen und mit gemischten Instrumenten. Viele Teilnehmer scheuten auch eine längere Anfahrt nicht. Aus Geislingen kamen Elena Geiger, Miriam Wagner, Luisa Schwöbel und Charlotte Geiger mit ihrer Lehrerin Susanne Gmelin. Die vier Mädchen sind zwischen neun und elf Jahre alt und spielen alle Geige. Drei von ihnen haben bereits Erfahrungen im Wettbewerb „Jugend musiziert“ gesammelt. Auch viele andere Teilnehmer waren bei einem oder mehreren Wettbewerben dabei. Die Gewinner eines ersten Preises und der Empfehlung „mit Weiterleitung“ sind nun zugelassen zum Landeswettbewerb in Ludwigsburg Anfang April.

Das Preisträgerkonzert mit Urkundenübergabe findet am Sonntag, 16. Februar, im Kubino in Nellingen statt, der Eintritt ist frei. Alle Wertungen sind zu finden unter www.musikschule-ostfildern.de.

Die Musikschule Kirchheim zählt in einer Pressemitteilung folgende aktuelle Preisträger aus ihren Reihen auf:

Im Fach Harfe erspielte sich der erst zehnjährige Jannis Graf in Altersgruppe II 23 Punkte (1. Preis) und sicherte sich damit den Sprung in den Landeswettbewerb, der vom 2. bis 6. April in Ludwigsburg ausgetragen wird.

Viele erste Preise gab es auch bei den Sängern. In Altersgruppe III ersang sich Leander Banzhaf 22 Punkte, in Altersgruppe V wurde Isabell Diez mit 21 Punkten belohnt und in Altersgruppe IV räumten Niklas Kuntz 23 Punkte und Natalie Beck 24 Punkte ab, was beiden auch die Weiterleitung in den Landeswettbewerb einbrachte. Corinna Schäfer, die schon in Altersgruppe VI startete, erhielt für ihren Vortrag 20 Punkte und wurde mit einem zweiten Preis ausgezeichnet.

In der Kategorie „Streicher-Ensemble“ konnte sich das Violin-Duo Paula Heinz und Simon Wolpert (Altersgruppe III) über 18 Punkte und einen zweiten Preis freuen.