Lokale Kultur

Abschied vom Sommer

WEILHEIM Die Kapuzinerbühne der Weilheimer Stadtbücherei bildete einen idealen Rahmen für eines der ersten Solokonzerte von Claudia Pohel. Die Liedpoetin und Maleringestaltete den Abend mit lyrisch-hei-

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HEIDE BRÖSAMLEN

teren und auch ernsten Liedern unterhaltsam und kurzweilig und eroberte ihr Publikum mit einer interessanten Mischung aus literarischem und musikalischem Genuss.

Passend zum Wetter begann sie ihren Vortrag mit dem Lied "Abschied vom Sommer", den sie nicht gehen lassen will. Claudia Pohel, die in Wiesensteig geboren und aufgewachsen ist, wurde schon früh durch ihren Vater ein Gitarrenlehrer mit Gesangsstudium in die Welt der Musik eingeführt. Ausgestattet mit einem guten Gehör und Experimentierfreudigkeit entwickelte sie schon recht früh eigene Musikideen.

Claudia Pohel trägt ihre Lieder, die sie selbst textet und vertont, mit Leidenschaft und Überzeugung vor. Mal sind es ernste Weisen zum Nachdenken, wie beispielsweise "D' Leut schwätzed über mi", dann aber verblüfft sie wieder durch lustige, mit Pointen durchzogene Lieder wie etwa "Ihr früheres Leben als glückliches Rindvieh" oder "Die Rosalie, die grottafalsch singt" , und bringt ihre Zuhörer zum Lachen.

Claudia Pohels Texte sind aus dem Leben gegriffen und werden von ihr oft auch in schwäbischer Mundart vorgetragen, um das Bild der Schwaben etwas zurechtzurücken. Claudia Pohels virtuoses Spiel auf Gitarre und Harfe und ihre weiche, einfühlsame Stimme faszinierten ihre Zuhörer bis zum Ende des Konzerts in der Weilheimer Stadtbücherei.

Bei der Zugabe orientierte sich die Künstlerin an den Wünschen des Publikums, das mit dem Gefühl nach Hause gehen konnte, einen schönen Abend zwischen Heiterkeit und Nachdenklichkeit erlebt zu haben.