Lokale Kultur

Äußerst erfolgreicher "Beutezug"

KIRCHHEIM Eindeutig kommerzielle Interessen verfolgte der Wiener Musiker Anton Diabelli, als er fünfzig seiner komponierenden Zeitgenossen darum bat, jeweils eine Variation über einen von ihm selbst verfassten Walzer zu schreiben.

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Sein verlegerischer "Beutezug" ist in die Musikgeschichte eingegangen, weil er mit dieser Aktion eines der großartigsten Werke der Klavierliteratur provozierte: Beethovens gewaltigen Zyklus aus Opus 120, der im Mittelpunkt des Klavierabends steht, den der Stuttgarter Pianist Jochen Ferber am morgigen Sonntag, 20. Mai, um 19.30 Uhr in der neu gestalteten Kapelle des Kirchheimer Schlosses geben wird.

Nach Studien an den Musikhochschulen in Stuttgart und Winterthur bei Friedemann Rieger wechselte Jochen Ferber in die Solistenklasse von André Marchand an der Stuttgarter Musikhochschule. Alle Studiengänge schloss er mit dem Prädikat "mit Auszeichnung" ab.

Der Pianist Jochen Ferber erhielt Preise und Auszeichnungen bei verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben, unter anderem beim Lions-Wettbewerb, beim Smetana-Wettbewerb in Königgrätz in Tschechien und beim "AMA Calabria" in Italien.

Im Jahr 2003 erhielt Jochen Ferber beim Deutschen Musikwettbewerb in Berlin ein Stipendium und wurde in die "Bundesauswahl Konzerte junger Künstler" des deutschen Musikrats aufgenommen.

Auf dem Programm seines Kirchheimer Klavierabends stehen neben dem Beethoven-Opus die Sonatine von Maurice Ravel und Werke von Frederic Chopin.

Karten für den Konzertabend mit Jochen Ferber in der Kirchheimer Schlosskapelle gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse und im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Volkshochschule im Spital, Max-Eyth-Straße 18, Telefon 0 70 21 /97 30 32.

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