Lokale Kultur

Annäherungen an poetische Bilder

KIRCHHEIM Am Sonntag, 19. September, wird um 11 Uhr von Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker im Kirchheimer Kornhaus die Wanderausstellung "Zeitgenössische Kunst zu Eduard Mörike" eröffnet. Zur Einführung spricht die Publizistin Inge Ferchl, Mitautorin des Buches "Mit Mörike von Ort zu Ort" und Initiatorin der Wanderausstellung.

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Irene Ferchl gibt einen Einblick in die Ausstellung, zeigt Hintergründe der einzelnen Arbeiten auf und gibt einen Überblick über Künstler und Werke. Gabriele Huttenlocher vom Schul-, Kultur- und Sportamt informiert im Anschluss über Hintergründe und das Zusammenkommen der Kirchheimer Ausstellung, bei der die Arbeiten von 30 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen sind, die ihre Gedanken und Stimmungen zu Eduard Mörike gestalterisch umgesetzt haben.



Entstanden ist dabei eine ungewöhnlich vielfältige Ausstellung. Dies gilt auch für die verwendeten Techniken von der Malerei, über Collage, Skulptur und Installation bis hin zu Fotografie und Videoarbeiten.



Ein besonderer Leckerbissen dürfte auch das musikalische Rahmenprogramm der Ausstellungseröffnung mit Gesangsdarbietungen der Kirchheimer Musikschule darstellen. Die Gesangsklassen von Gertrud Junker und Bertram Schattel singen Lieder von Johannes Brahms, Robert Schumann und Hugo Wolf nach den Texten von Eduard Mörike.



Eduard Mörike zeichnete zwar selbst viel, vorwiegend aber eher um etwas zu dokumentieren. Seine poetischen Bilder und Texte kreativ umzusetzen, war daher für alle an dem Projekt beteiligten Künstler eine überaus reizvolle Aufgabe. Nicht mit Feder, Tinte und Papier allein wurde den Eindrücken, Empfindungen und Emotionen Ausdruck verliehen, sondern die Künstlerinnen und Künstler konnten aus der vollen Bandbreite der Möglichkeiten schöpfen, da bewusst keine Vorgaben gegeben wurden.



Die Wanderausstellung bildet den Abschluss der Kirchheimer Veranstaltungsreihe zu Eduard Mörike anlässlich des 200. Geburtstages. Von Ende 1829 bis Mitte 1834 war Eduard Mörike mit einer kurzen Unterbrechung in verschiedenen Gemeinden des Dekanats Kirchheim tätig. Mit der Veranstaltungsreihe und der Ausstellung sollen neben dem Gedenken an den Dichter auch Bezüge zur Gegenwart hergestellt werden. Weitere Informationen gibt es auf der städtischen homepage unter www.kirchheim-teck.de, beim Schul-, Kultur- und Sportamt unter der Rufnummer 0 70 21 / 50 24 99 oder beim Kulturring in der vhs-Geschäftsstelle im Spital, Telefon: 0 70 21 / 97 30 30.



Geöffnet ist die Ausstellung "Zeitgenössische Kunst zu Eduard Mörike" bis einschließlich Sonntag, 31. Oktober, mittwochs bis freitags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 17 Uhr und samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.



Zu der Ausstellung findet ein Rahmenprogramm mit Führungen für Erwachsene und Kinder sowie eine Lesung statt. Eine Anmeldung zu der Vernissage am kommenden Sonntag ist nicht erforderlich.