Lokale Wirtschaft

Arche-Panorama beim Evangelischen Kirchentag

Beim Evangelischen Kirchentag in Hannover hat auch die Spielzeugfirma Margarete Ostheimer aus Zell u. A. einen Akzent gesetzt: Sie präsentierte dort eine Schautafel mit acht Metern Länge, die die Geschichte von Noah illustriert.

JÜRGEN SCHÄFER

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ZELL/HANNOVER Ein Spielzeughersteller beim Kirchentag passt das zusammen? Durchaus. Die Leitung des Kirchentags wollte eine Figurenlandschaft, um das Thema Arche Noah zu illustrieren. Die Anfrage landete bei der Zeller Firma Margarete Ostheimer und löste Interesse aus. Die Zeller hatten bereits Noah-Figuren samt Arche im Programm und nutzten die Gelegenheit gern, sich an einem so großen Forum zu präsentieren. "Es hat wunderbar gepasst", freut sich Geschäftsführer Wolfgang Schühle. "Wenn man andere Figuren gebraucht hätte, wäre das auch kein Problem gewesen."

Die Zeller entwarfen ein "einzigartiges Schaustück": acht Meter lang, zwei Meter hoch und bis zu anderthalb Meter tief ist die Panoramalandschaft, die die Geschichte von Noah erzählt. Wie Noah die Arche baut, wie er Tiere an Bord nimmt, wie das Schiff zu Wasser geht und wieder in einer neuen Heimat landet.

Die Herstellung war natürlich eine größere Aktion, berichtet Geschäftsführer Stephan Zech, der für die Produktion zuständig ist. "Einer unserer Schreiner hat gute vier Wochen daran gearbeitet und die Malerin dann auch nochmal vier Wochen."

Die gesamte Kulisse ist handbemalt, die eingearbeiteten dreidimensionalen Figuren sind handgefertigt. Allein die Arche ist über zwei Meter lang, betont Zech. Die Figuren sind nicht der laufenden Produktion entnommen, sondern wurden auf Übergröße projiziert. Sie stehen reliefartig in einer Landschaft.

Das war das bisher größte Einzelstück von Ostheimer, sagt Zech. Aber die Zeller haben auch schon andere Spielfiguren-Landschaften zu Dekorations- und Werbezwecken gebaut. "Seit einigen Jahren nutzen wir diese Möglichkeit, um unsere Produkte zu präsentieren", erläutert Zech. Stolz ist er auf sechs Ausstellungsfenster, die letztes Jahr für das Kaufhaus des Westens in Berlin angefertigt wurden für das Weihnachtsgeschäft. "Das ist bereits Ladenbau", sagt Zech.

Die Zeller setzen zunehmend auf diese Art der Werbung, weil es die "Umsätze massiv forciert." Nicht weniger als 30 Dekorationen mit etwa anderthalb Quadratmetern Größe sind deutschlandweit im Umlauf. Die großen Unikate vom Kirchentag und vom Kaufhaus des Westens sollen ebenfalls noch wiederverwendet werden.