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Auch Rückenprotektoren sorgen für mehr Sicherheit beim Skifahren

Seit dem Skiunfall von Michael Schumacher verzeichnen die Mitarbeiter von Intersport Räpple in Kirchheim eine steigende Nachfrage nach Skihelmen. Vor allem kurz nach dem Unfall „haben wir Skihelme verkauft wie schon lange nicht mehr“, sagt der stellvertretende Filialleiter Thomas Krimmer. Bei den Menschen sei das Thema Sicherheit beim Skifahren seit dem Unfall wieder besonders präsent. Einen regelrechten Boom habe es vor fünf Jahren nach dem Skiunfall des ehemaligen thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus gegeben. Damit sei die jetzige Nachfrage nicht zu vergleichen, informiert Krimmer weiter. Das hänge wohl auch mit dem bislang milden Winter zusammen. „Würde auf der Alb Schnee liegen, wäre die Nachfrage sicherlich größer.“ Elke Holl-Gfrörer, Geschäftsführerin von Sport Holl in Weilheim, kann nicht bestätigen, dass sich der Unfall von Schumacher auf den Verkauf von Skihelmen auswirkt. Das führt sie zum einen darauf zurück, dass „wir sehr viele sportliche Kunden haben“, die schon einen Helm ihr Eigen nennen. Zum anderen spiele auch der milde Winter eine Rolle. Dieser verleite nicht gerade dazu, Wintersportartikel zu kaufen. Selbst im Allgäu seien die Bedingungen nicht ideal, gibt die Geschäftsführerin zu bedenken. Thomas Krimmer und Elke Holl-Gfrörer betonen unisono, dass beim Kauf eines Skihelms vor allem auf die richtige Passform zu achten ist. „Er sollte nirgends drücken“, sagt Elke Holl-Gfrörer. Während die Männer auf Belüftungsmöglichkeiten setzen, sei vielen Frauen eine Fliesfütterung wichtig, die schön warm gebe, hat Krimmer beobachtet. Zwischen 90 und 200 Euro koste ein guter, nicht reduzierter Helm für Erwachsene, ergänzt er. Nach einem Aufprall solle man auf jeden Fall einen neuen Helm kaufen, betont Elke Holl-Gfrörer. Ansonsten solle er nach fünf Jahren gewechselt werden. Im Kommen seien darüber hi­naus Rückenprotektoren für Skifahrer, sagt Krimmer. Immer mehr Menschen würden sich danach erkundigen. Dabei handelt es sich um eine Art „Schildkrötenpanzer“, den man als Weste unter der Skijacke trägt. Die Protektoren, die überwiegend die Wirbelsäule und den Steiß schützen sollen, können aus elastischem Schaum oder auch festen Rippen bestehen.„Protektoren machen durchaus Sinn, denn die Pisten sind durch den Kunstschnee sehr hart“, sagt Elke Holl-Gfrörer. „Außerdem sind sie um einiges bequemer geworden.“alm

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