Lokale Kultur

Auf den Schwingen des Rock 'n' Roll

WEILHEIM Vom heutigen Freitag, 2. Juni, bis Sonntag, 4. Juni, breitet das zwölfte "KultUR Open-Air" wieder die "Schwingen des Rock 'n' Roll" aus.

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Den Besuchern werden dabei drei Tage schönste Festivalatmosphäre, achtzehn Bands und jede Menge Musik versprochen. Es stehen Parkplätze sowie eine Campingwiese zur Verfügung. Die Konzerte beginnen jeweils um 19 Uhr. Organisiert wird das ganze Spektakel von "Linde jugend&kultur" und dem Verein "Neue Heimat". Es findet wie gewohnt auf dem Wanderparkplatz "Limburg" zwischen Weilheim und Neidlingen statt.

Einlass ist am heutigen Freitag, 2. Juni, um 19 Uhr. Um 20 Uhr betreten dann ganz traditionell mit "X-Quadrat" die "Könige des Dilli-Punk" die Bühne und werden einen Reigen der schönsten Punkrock-Melodien präsentieren. Songs wie "Weilheim Hardcore" oder "Die lesbische Seemöve" sind bereits seit Jahren die Hitgiganten des KultUR-Open Airs.

Nach diesem vielversprechenden Einstieg kommen dann "Stinky Pete" und seine Band auf die Bühne. Das besondere an "Stinky Pete & the rabid babies" ist neben der Bühnenshow die Geradlinigkeit und Simplizität der Musik, die dank vieler verschiedener Einflüsse nie langweilig, sondern höchst abwechslungsreich ist.

"Isolierband" heißt die nächste Combo, die den Zuhörern "spacige" Sounds und ihren "Stonerrock" mit deutschen Texten kombinieren, die schonungslos, kritisch und aktuell Stellung nehmen. Weiter geht es mit der Kirchheimer Deutsch-Punk-Band "Solle Vöhne". Die Gruppe "Lama" bringt anschließend feinsten Reggae aus der Schweiz, zum fröhlichen Chillout nach diesem ersten Festivaltag.

Auch am Samstag, 3. Juni, wird es musikalisch abwechslungsreich. Der Einlass ist um 19 Uhr, und gegen 20 Uhr wird die Band "Dusty Tweezer" auf die Bühne steigen. "Dusty Tweezer", das sind vier junge Musiker, die seit Mai 2002 der Welt zeigen, was es heißt zu rocken. Sie überzeugen ihr Publikum mit schnellen und "punkigen", aber auch gefühlvollen Stücken. Melodie und vor allem Spaß an der Musik stehen dabei an erster Stelle.

Weiter geht es mit "Rather be Fat", die fast in dieselbe Kerbe hauen und dabei ganz schön fett klingen. "Welcome to hell", oder "Totgeglaubte rocken wieder" lautet das Motto der vier Metalheads aus Kirchheim. "Hell" ist eine der ältesten Linde-Bands, die man leider nur noch sehr selten zu sehen und zu hören bekommt.

Für eine kurze Verschnaufpause sorgt dann die Band "Mars Mellow" aus Tübingen mit einer Mischung aus "Pink", "No Doubt", "Texas" und "Alanis Morrissette" was unschwer darauf schließen lässt, dass endlich auch eine Frau auf der Bühne ihr Bestes gibt. Die Songs klingen manchmal so rotzfrech rockig und dann doch wieder angenehm sanft, dass die Fünf ihren eigenen persönlichen Stil ganz einfach "Mellow-Pop" nennen.

"Targa" werden dem Publikum mit ihrem energiegeladenen, treibenden Metal und einer spektakulären Bühnenshow einheizen, bevor dann die "Rock 'n' Roll Stormtroopers", die einzig bekannte Männerband in Hotpants, das Feld übernehmen und zum Abschluss des zweiten Festival-Tages energiegeladenen Rock präsentieren.

Am Sonntag, 4. Juni, ab 19 Uhr, bietet das Team von "Linde jugend&kultur" und "Neue Heimat" wieder eine bunte Mischung aus Punk, Rock und Surf-Musik. Frisch von der "Viva"-Showbühne in Freiburg eröffnen die Jungs von "Süd-Apotheke" diesen Festivalabend. Lustige Texte, eingängige Melodien und ein einziges Energiepaket auf der Bühne zeichnen sich die musikalischen Spaßvögel aus.

Die Gruppe "Nulltarif" kommt aus dem schönen Neuffen und klingt gar nicht ländlich. Deutsch-englische Punktexte und schnelle Gitarrenriffs sorgen für wilde Pogo-Orgien. Im Anschluss werden die Fans härterer Musik mit "Legion Of Fate", einer Thrash-Metal-Band mit dreistimmigem Gesang auf ihre Kosten kommen.

"Lack of System" sind die Publikumspreis-Gewinner der "Viva School-Jam"-Vorausscheidung in Freiburg und begeistern durch geradlinigen High-School-Rock mit eingängigen Melodien und einer explosiven Bühnenshow.

Die Musik des Quartetts "Blackpuzzle" ist eine sehr vielseitige Angelegenheit. Das Repertoire der Band reicht von rockigen Nummern wie "Coffee And Cigarettes", bei denen eher die Alternative-Schlagseite durchschimmert, über sentimentale Balladen wie "Reflections" bis hin zu deftiger Kost wie "Against The Mind's Eye", das auch "Machine Head" Ehre machen würde.

Die Krönung des Festivals ist die Freiburger Band "Leopold Kraus Wellenkapelle". Die offizielle Band der deutschen Surfmannschaft bittet zum Tanz: Rasende Surf-Beats, Hammond-Orgel-Sound und eine kräftige Dosis des bekannten Schwarzwälder Easy Livin' werden die Endorphine in die noch so entlegenen Teile der vibrierenden Körpers treiben und damit bestimmt zu einem gelungenen Festivalabschluss führen. Für das "KultUR-Open Air 2006" wird auch ein Dreitagesticket angeboten, dessen Vorverkauf in der Linde schon begonnen hat.

Die Anfahrtswege zum Festival-Platz sind ab Weilheim gut ausgeschildert. Nähere Informationen zum Ablauf der traditionsreichen Freiluftveranstaltung gibt es auch unter www.kultur-openair.de oder bei "Linde jugend&kultur" in der Alleenstraße 90 in Kirchheim.

jd