Lokale Wirtschaft

Ausgabendisziplin zeigt Wirkung

Die von Bürgermeister Hermann Bauer im vergangenen Jahr verhängte Haushaltssperre hat gewirkt: Dank der Ausgabendisziplin kann die Verwaltung ein deutlich besseres Ergebnis fürs Jahr 2004 vorweisen, als noch im Haushaltsplan befürchtet.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Ging Kämmerer Reiner Philipp im Planansatz noch davon aus, dass zum Haushaltsausgleich knapp 486 000 Euro fehlen würden, so beträgt das Minus zum Jahresende tatsächlich "nur" rund 150 000 Euro. Weil auf die Ausgabenbremse insbesondere bei den Personalkosten sowie beim allgemeinen Betriebs- und Geschäftsaufwand getreten wurde, konnten die Ausfälle von insgesamt 187 000 Euro abgefedert werden.

Auch im Vermögenshaushalt nahm die Stadt knapp 92 000 Euro weniger ein als kalkuliert, dies in erster Linie, weil der Ausbau der Kalixtenbergstraße zurückgestellt wurde und damit verbundene Beiträge nicht flossen. Mehr Geld als ursprünglich geplant, gab die Stadt für den Grunderwerb aus, so beispielsweise für die Löwenscheuer sowie die Gebäude Kirchgasse 9 und Hegelstraße 15. Außerplanmäßig fiel darüber hinaus die Erneuerung der Heizungsanlage im Bildungszentrum Wühle an mit Kosten von 308 000 Euro. Unter dem Strich ergab sich im Vermögenshaushalt 2004 ein Überschuss von rund 261 200 Euro. Er wird der allgemeinen Rücklage zugeführt. Sie wächst dadurch im Vergleich zum Vorjahr um 200 000 Euro auf rund fünf Millionen Euro an. Davon ist gut eine Million Euro frei verfügbar. Rund vier Millionen Euro sind intern gebunden aus Aktienerlösen.

Der Schuldenstand verändert sich innerhalb Jahresfrist leicht nach oben: Betrug er Ende 2003 noch 2,6 Millionen Euro, so liegt er ein Jahr später bei 2,7 Millionen Euro. Der Schuldenstand pro Einwohner beträgt 282,07 Euro und bewegt sich damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Städte und Gemeinden mit 366 Euro.

"Früher konnten wir Ihnen regelmäßig ordentliche Verbesserungen gegenüber dem Planansatz präsentieren", sagte Bürgermeister Hermann Bauer abschließend . "Die Zeiten sind vorbei. Unter den gegebenen Umständen müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein."

Der Eigenbetrieb Wasserversorgung hat 2004 mit einem Jahresgewinn von rund 42 000 Euro abgeschlossen. Erstmals enthalten sind auch die bis zum Jahresende 2004 angefallenen Kosten für die Tiefgarage, weil Wasserversorgung und Tiefgarage steuerlich zu einem Versorgungs- und Verkehrsbetrieb zusammengefasst wurden. Der Schuldenstand des Betriebs beläuft sich auf knapp 1,7 Millionen Euro. Die Schulden des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung betragen gut vier Millionen Euro. Dieser Betrieb erwirtschaftete dieses Jahr einen Gewinn von 150 000 Euro, der dem allgemeinen Haushalt zugute kommt.

Der Gemeinderat stimmte der Jahresrechnung sowie den Jahresberichten für die beiden Eigenbetriebe zu und entlastete die Betriebsleitung.