Lokale Kultur

Bands aller Stilrichtungen aus der Region

Am kommenden Wochenende veranstaltet der Verein Neue Heimat in Kooperation mit dem Kirchheimer Jugendhaus Linde jugend&kultur, ein KultUR Open Air in Weilheim. Das Organisationsteam garantiert den Besuchern auch für die elfte Auflage des Open Air ein breites musikalisches Spektrum.

WEILHEIM Von zahlreichen Bewerbungen wurden 18 Bands ausgewählt, die an drei Tagen die Gäste begeistern werden. Das ganze Spektakel findet wie gewohnt auf dem Wanderparkplatz "Limburg" zwischen Weilheim und Neidlingen statt. Einlass ist am Freitag, 13. Mai, um 19 Uhr. Um 20 Uhr betreten dann mit "X-Quadrat" die Könige des Dilli-Punk die Bühne und werden wie üblich ihren Reigen der schönsten Punkrock-Melodien darbieten. Anschließend werden die Kirchheimer Jungs von "Forgotten Souls" spielen. Im letzten Jahr noch sensationeller Nachwuchsact, sind sie in diesem Jahr aus der Kirchheimer Metalszene nicht mehr wegzudenken. Darauf aufbauen werden die "Astoryas", die mit leidenschaftlichem klassischem Heavy Metal, kompromisslos und ohne Schnörkel, dem Publikum so richtig einheizen werden. Mit "Volle Söhne" gibt es einen Deutsch-Punk-Klassiker des KultUR Open Airs zu hören.

Anzeige

Leidenschaftlich, hymnisch, mit viel Drive und massig Hooklines geht es weiter. Genau so, wie richtig guter Skatepunk seit den Neunzigern vornehmlich unter der Sonne Kaliforniens gedeiht und seit 1998 eben auch in Regensburg, präsentiert von der Band "Green Frog Feet". Den Höhepunkt am Freitag bilden die "dub.voyagers". Die Mixtur der Band kombiniert das Laidback-Gefühl eines sonnigen Sommertags mit der guten Laune eines coolen Festivalbesuchs. Zentnerschwere Bassläufe, neue Beats, fette Dubsounds, messerscharfe Bläser.

Auch am Samstag, 14. Mai, wird es musikalisch abwechslungsreich. Der Einlass ist um 19 Uhr, und gegen 20 Uhr wird die Kirchheimer Nachwuchsband "Stinky Pete & the rabid babies" auf die Bühne steigen. Die Besonderheit der Musik von Stinky Pete & the rabid babies liegt in der Geradlinigkeit, fast schon Simplizität, ist aber dennoch nie langweilig, sondern höchst abwechslungsreich auf Grund der vielen verschiedenen Einflüsse. Außerdem stellt die Bühnenshow ein weiteres Charakteristikum dar. Danach gibt es "Horny Grandma & The Incredible Milkman" auf die Ohren. Sie spielen fetten Punk-Rock mit vereinzelten Ska- und Rock'n'Roll-Einflüssen. Nachdem die Vorbands schon so richtig eingeheizt haben, heißt es: Fasten your Sealtbelts das jedenfalls fordern "The Silverlounge" aus Nürnberg für ihre Garage-Rock-Party. Doch noch nicht genug gerockt, geht es dann weiter mit Punkrockpower von "The Hermans", die die ursprüngliche Explosivität und Energie des Punkrock zu neuem Leben erwecken. Songs voller Aggressivität und Leidenschaft lassen den Funken überspringen. Dann endlich ist es soweit: Auf der Bühne öffnet sich mit dem ersten Akkord der Schlund zur Hölle, wenn die Rock'n'Roll-Könige "The Starfuckers" auf die Bühne treten. Chill Out heißt anschließend die Devise. Mit gediegenen Percussions, wunderschönen Gitarrenmelodien, einer chilligen Baseline und einem atemberaubenden Gitarren-Solo versetzen die Musiker der "United Varriors" ihre Zuhörer zum Staunen.

Am Sonntag, 15. Mai, ab 19 Uhr bietet das Team der Linde jugend&kultur und der Neuen Heimat wieder eine bunte Mischung aus Punk/Rock und SKA-Musik. Opener an diesem Festivaltag sind die Jungs von der "Süd-Apotheke". Lustige Texte, eingängige Melodien und ein einziges Energiepaket auf der Bühne, das zeichnet die Spaßvögel aus. Im Anschluss präsentiert sich eine der ältesten Linde-Bands. "Smashed Potatoes", das ist geradliniger Punkrock mit mehrstimmigem Gesang und effektvoller Bühnenshow.

Danach ist Besuch aus Stuttgart angekündigt, "Strange in Stereo" betreten die Bühne. Die vier Jungs um die charismatische Sängerin Sabine erspielen sich durch ihre antreibenden Liveshows ein immer größeres Publikum. Auf der Rundreise durch die lokale Musikszene gibt es einen Stopp in Leinfelden in der Welt der f.e.-peace (f.e.p.i.' s). Runter vom Schiff und rauf auf die Bühne heißt es dann mit "Johnny Trouble & the Countryscum", die die Zuhörer mit Acoustic Raw Blues begeistern werden, bevor es dann zum Ausklang des Festivals kommt, wenn die "Isolierband" mit spacigen Sounds und einer nicht festzulegenden musikalischen Vielfalt glänzt, bei der jedoch als immer wiederkehrendes und tragendes Kernstück der Stonerrock mit seinem komprimierten Sound und den Spaceelementen steht. Mal kompromisslos hart, mal sphärisch beschwörend, verbunden mit avantgardistischen Ausflügen, verweist die Musik auf die verschiedenen Strömungen und Einflüsse der vier Bandmitglieder aus Weilheim, Wendlingen und Calmbach/Schwarzwald. Deutsche Texte, die zum Teil schonungslos, kritisch und aktuell Stellung nehmen. Eine ausgelassene Spielfreude und ein charismatischer Frontmann tragen zu einem gelungenen Festivalabschluss bei.

Für das Festival kann auch ein Dreitagesticket erworben werden, das im Vorverkauf in der Linde zu erhalten ist. Die Anfahrtswege sind ab Weilheim ausgeschildert, nähere Informationen gibt es auch unter www.kultur-openair.de oder in der Linde, Alleenstraße 90, in Kirchheim unter Telefon 0 70 21/4 44 11.

li